Schlaf Kindlein schlaf…

Wenn ich gewußt hätte, mit wie wenig Schlaf ich eines Tages auskommen würde, dann hätte ich wahrscheinlich die gesamte Zeit vor der Geburt meines ersten Mäuseleins im Bett verbracht 😃. Aber zum Glück weiß man all diese Dinge nicht, denn ansonsten wäre das Abenteuer „Kind“ auch längst nicht so lustig und spannend…. Zwar kann man anhand der Erzählungen von Freunden ungefähr erahnen, was da so auf einen zukommt, doch die Realität fühlt sich dann doch etwas anders an. Aber es soll ja auch tatsächlich Kinder geben, die bereits nach wenigen Monaten sechs Stunden und mehr DURCHSCHLAFEN 😳…

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Nun wie soll ich sagen, bei meinen Kindern ist dies irgendwie nicht der Fall gewesen. Aber was heißt da gewesen… bei meinen Kindern ist dies nicht der Fall – bis heute!
Denn meine Mäuse scheinen sich immer in einer „Phase“ zu befinden, die es gerade unmöglich macht im eigenen Bett zu schlafen 😉. Klar, bei vier Kindern, hat man natürlich auch vier unterschiedliche Schlafbedürfnisse zu Hause. Bei meinem ersten Töchterlein war ich – im Nachhinein betrachtet – sehr verwöhnt, denn sie hat bereits nach fünf Monaten durchgeschlafen (also sechs Stunden am Stück). Natürlich hat das zeitlich nicht ganz mit meinem Schlafrhythmus zusammen gepasst, denn meine Nr. 1 hat meistens von 20 Uhr abends bis nachts um zwei Uhr geschlummert. Ab dann war sie in der Regel alle zwei bis drei Stunden wach. Aber sie konnte ja nicht wissen, dass ich erst gegen 23 Uhr ins Bett gehe… Allerdings habe ja auch ich dazugelernt und sie irgendwann einfach noch mal kurz geweckt und gestillt, wenn ich ins Bett gegangen bin, in der Hoffnung, dass wir somit den Kreislauf durchbrechen können und sie wenigstens bis vier Uhr morgens durchhält. Hat leider nicht immer funktioniert. Aber mit knapp einem Jahr hat sie ohnehin von acht Uhr abends bis morgens um sechs Uhr durchgeschlafen… damals fand ich das nicht gerade sehr zufriedenstellend (insbesondere an Sonntagen 🙆), doch wenn ich gewußt hätte, was in dieser Hinsicht noch alles auf mich zukommt, dann wäre ich wohl mehr als dankbar gewesen.

Meine zweite Mausi ist bis heute meine allerbeste „Schläferin“ 😴 im Haus. Ein Jahr lang hat sie bei uns mit im Schlafzimmer gelegen und seitdem bis auf wenige Ausnahmen stets die Nächte in ihrem eigenen Bett verbracht. Wenn ich wüßte welches Geheimnis dieser Strategie inne liegt, dann hätte ich wahrscheinlich schon ein Buch veröffentlicht und würde bereits seit mehreren Jahren, ausgeruht durch den Tag spazieren 😜. Doch leider bin ich bis heute nicht dahinter gekommen…

Aber dann…

Dann kam es knüppeldicke…. denn wenige Monate bevor meine dritte Mausi auf die Welt kam, bekam meine Älteste (damals fünf Jahre alt) plötzlich große Probleme mit dem ein– und später auch mit dem Durchschlafen. In der Fachliteratur und all den Zeitschriften findet man ja unglaublich viele Tipps zu diesem Thema, allerdings immer nur für Säuglinge und Kleinkinder bis zu drei Jahren… danach wird es irgendwie dünn mit den Ratgebern. Aus heutiger Sicht betrachtet, kann es natürlich auch daran liegen, dass man auch einfach nicht viel machen kann – außer akzeptieren und durchhalten 💕. Ich weiß, das klingt jetzt nicht gerade sehr motivierend. Und ich kann das natürlich nur für mich selbst so festhalten, aber letztendlich ist so gut wie alles was ich ausprobiert habe gescheitert… angefangen vom Punkte-Sammeln-und-am-Ende-der-Woche-ein-Geschenk-bekommen-Plan, weiter über das Lavendelspray zum Vertreiben der bösen Monster, CD-Hören zum Einschlafen, Schlafrhythmus unterbrechen, um wieder eine natürliche Müdigkeit herzustellen, abwarten bis die Einschulungsphase vorbei ist, bis hin zu viiiiiiiiiiel Bewegung und Sport tagsüber, damit Mausi abends richtig k.o. ist und gut in den Schlaf kommt…

Ein ganzes Jahr lang hat es gedauert, bis meine Große von einem Tag auf den anderen wieder ganz normal durchgeschlafen hat 🙄 – bis heute haben wir nicht heraus bekommen, woran dies wohl gelegen haben mag. Nun ja, ich brauche euch nicht zu sagen, wie kräftezehrend diese Phase war, insbesondere da mit der Geburt meiner Nr. 3 erst mal alles getoppt wurde, was ich bis daher so an Schlafverhalten von meinen Babys kannte… Denn dieser kleine Wirbelwind hat tagsüber nicht mehr als 20 Minuten in seiner Wiege geschlummert, bevor es mit lautem Getöse wieder zurück in meine Arme ging. Und auch nachts fand sie, dass zwei Stunden am Stück mehr als ausreichend sein dürften für die liebe Mama. Gepaart mit den nächtlichen Besuchen meiner Ältesten, habe ich teilweise nicht mehr als EINEINHALB Stunden am Stück geschlafen… der Wecker hat allerdings trotzdem um 6:00 Uhr geklingelt, da Schule und Kindergarten ja nicht so viel von Verspätungen halten.

Und wohingegen meine beiden Großen nach knapp einem Jahr die Nacht in ihren Betten verbracht haben, da hat es bei meiner süßen Nr.3 schon knapp zwei Jahre gedauert, bis sie zum ersten Mal von abends bis morgens (um fünf 😏 – auch nicht gerade meine Zeit) durchgeschlafen hat, um mich dann voller Energie und Freude aus dem Bett zu holen. Denn natürlich zählt sie nicht zu der Sorte Kinder, die dann noch eine Stunde neben dir im Bett kuscheln… Aber gut, auch daran kann man sich gewöhnen.

Nun denn dachte ich, schlimmer kann es eigentlich nicht kommen. Bei Nr. 4 wird alles Routine! Schließlich habe ich ja schon alles gesehen. Allerdings hatte ich mich zu diesem Zeitpunkt schon so an diesen unterbrochenen Schlafrhythmus gewöhnt und muss sagen, dass man irgendwann auch mit Stückelschlaf ganz gut durch den Alltag kommt 😊.

Aber wie soll ich sagen… schlimmer geht immer 😂! Denn meine kleine Minimaus hat ganze drei Jahre gebraucht bis sie zum ersten Mal in ihrem eigenen Bettchen eingeschlafen und auch wieder aufgewacht ist. Insbesondere im ersten Jahr war sie praktisch alle drei Stunden wach. Und da ich stets vermeiden wollte, dass die anderen kleinen Ladies aufwachen, bin ich oft runter mit ihr ins Wohnzimmer gegangen und habe mich dann dort auf die Couch gelegt. Ich kann euch gar nicht sagen, wieviele Folgen „Medical Detectives“ (leider hatten wir noch kein Netflix damals 😩) ich zu dieser Zeit nachts geguckt habe (natürlich so, dass Mausi nichts sehen konnte), während meine Süße mit ihren Füßen gespielt und ganze Arien vor sich hin geträllert hat.

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Es gibt unglaublich viele Themen, die bei uns wirklich toll abgelaufen sind und ablaufen (Schnuller, Trocken werden, Essen, Familienzusammenhalt, Vertrauen, Umgang mit Medien, Kindergarten, Schule) – nur das Thema SCHLAFEN gehört leider nicht dazu. Denn vor eineinhalb Jahren fing meine dritte Mausi an (damals fünf Jahre alt – kam mir irgendwie bekannt vor 😉) nachts lauthals durchs Haus zu rufen, um Kund zu tun, dass sie nicht mehr schlafen kann und sofort jemand herbei gedüst kommen muss. Immerhin konnte ich sie davon überzeugen, dass man auch einfach leise zu mir ins Bett schleichen kann und zwar am besten so, dass ich es erst gar nicht mitbekomme…
Und meine Nr.4? Die hat auch immer noch hin und wieder nachts Sehnsucht nach mir und so liegen wir dann zu dritt im Bett – also ICH auf Kante 😂 und der Rest breit verteilt! Zum Glück arbeitet der Mann des Hauses nachts und geht erst ins Bett, wenn wir aufstehen 😜.

Man muss dazusagen, dass ich nicht zu den Mamis gehöre, die ein „Familienbett“ bevorzugen oder es wahnsinnig angenehm findet, dass alle zusammen in einem Zimmer schlafen… Ich habe zwar großen Spaß daran, wenn die Mäuse Ferien haben und wir spontan ein Matratzenlager bauen, um dann alle zusammen im Kinderzimmer zu übernachten, aber generell mag ich mein Bett ganz gerne für mich alleine! Denn es ist eins der wenigen Orte, an dem ich ganz für mich sein kann und zur Ruhe komme. Aber hier ist jeder anders und ich bewundere Mamis/ Eltern, die sich für ein Familienbett entscheiden.

Nun, ich habe unglaublich viel gelesen zu diesem Thema und mich eingehend damit beschäftigt – ich schwöre 😄. Von Beginn an, habe ich ein allabendliches Ritual eingeführt, immer den gleichen Ablauf beibehalten (Abendessen – Waschen & Zähneputzen – Schlafanzug anziehen – eine Geschichte vorlesen – ins Bett bringen und eine Gute-Nacht-Lied singen) und nur selten Ausnahmen gemacht. All diese Dinge laufen auch wunderbar – also mal abgesehen von dem Theater, das man an den Tag legen kann, wenn man keine Lust hat ins Bett zu gehen 😉. Aber im Großen und Ganzen wissen alle genau wie es läuft. Und es ist ein sehr großer Vorteil, dass die zwei Ältesten hier wirklich gute Vorbilder sind.

Es gab natürlich auch viele lustige Momente, die ich auf keinen Fall vermissen möchte. Bis heute muss ich lachen, wenn ich daran denke, wie oft mein Mann und ich auf allen vieren aus dem Kinderzimmer gekrochen sind, damit auch ja keines der Kinder bemerkt, dass wir nicht mehr neben dem Bettchen sitzen, sondern uns unerlaubter Weise entfernt haben 🤔. Auch habe ich nicht vergessen, wie oft ich meinen Kindern versichert habe, dass ich in zehn Minuten noch mal vorbei komme, doch irgendwie waren sie meist schon eingeschlafen, wenn ich dann zu ihnen gekommen bin…

Und dennoch habe ich mich gefragt:

Wenn ich also wirklich gewußt hätte, was ich heute weiß in Punkto Schlaf,
hätte ich dann etwas anders gemacht? 

Ja, ich denke schon…

Ja, ich glaube meine Erwartungshaltung zu diesem Thema wäre eine andere gewesen. Denn anstatt (wie häufig in den Büchern beschrieben) darauf zu hoffen, dass meine Babys zu irgendeinem Zeitpunkt X durchschlafen werden und sich ab dann auch daran halten 😏, hätte ich mir klar gemacht, dass alles gut ist, so wie es ist. Ich hätte wahrscheinlich viel eher akzeptiert, dass ich den Punkt „Durchschlafen“ nicht großartig beeinflussen kann. Ich kann zwar lernen meine Kinder „zu lesen“ und bin irgendwann auch in der Lage, genau zu erkennen, wann sie müde sind und ihr sogenanntes „Schlafzeitfenster“ auftaucht, aber ob sie es auch wirklich schaffen die Nacht in ihrem Bett zu verbringen kann ich nicht wirklich steuern. Und auch wenn alle Rahmenbedingungen gegeben sind (Rituale, zuverlässiges Elternhaus…), scheint es immer noch unbekannte Faktoren zu geben, die meine Kinder nachts umtreiben.

Aber wie sagte neulich eine ganz liebe Freundin von mir (sie hatte das selbst erst gelesen auf dem Blog @geborgenwachsen von Susanne Mierau): jedes Mal, wenn eines meiner Kinder nachts zu mir kommt, dann soll ich mir sagen, dass ich der „Leuchtturm in der Nacht“ für diese kleinen Wesen bin 💗. Dass meine Mäuse diese Geborgenheit, Nähe und Wärme  in dem Moment brauchen, in dem sie zu mir ins Bett gekrabbelt kommen… Und auch wenn es mir nicht immer leicht fällt, aber mit diesen Gedanken im Hinterkopf sieht die nächtliche Welt doch ein bisschen friedlicher aus 😌.

Und die Moral von der Geschicht‘?
Als vierfach-Mutter schläft man (fast) nicht  😂 😂 😂…

Nein, das stimmt so auch nicht. Es gibt ja auch genügend Tage, an denen es ganz wunderbar klappt. Und wie gesagt, ich habe mich mittlerweile so daran gewöhnt, dass es mir wirklich nicht mehr allzuviel ausmacht.

Aber ich würde mal so sagen, nach all diesen Jahren kann ich bestätigen, dass Schlafentzug tatsächlich:

  • für extrem schicke Augenringe sorgt (Concealer, Concealer, Lippenstift💄) 
  • hin und wieder ziemlich schlechte Laune hervorbringt (mein armer Mann)
  • die Kaffeeindustrie am Leben hält ☕️
  • und mit Sicherheit auch Auswirkungen auf das Immunsystem hat.

Ob zu wenig Schlaf auch für schlaffe Haut und Falten sorgt, kann ich (noch) nicht bestätigen 🙈, allerdings mache ich mir stets Sorgen, wenn ich dies in diversen Zeitschrift lese 😆…

In diesem Sinne meine Lieben 💕 ,
wünsche ich euch ein gut’s Nächte 🌟
– mit oder ohne Bettmitbewohner 😘

 

Herbstmenü – (das Rezept zur Insta-Story)

Letztes Wochenende waren Freunde zu Besuch und ich hatte mal wieder richtig Lust zu kochen. Vor allem aber wollte ich endlich neue Rezepte ausprobieren, was zwar ein ganz schönes Risiko in sich birgt, wenn man Gäste hat 😉, aber glücklicherweise ist alles gut gegangen und wir hatten einen wunderschönen Abend mit leckerem Essen 😊. Die Idee zu diesem Herbst-Menü habe ich in der Zeitschrift LECKER (in der Oktober Ausgabe) gefunden, allerdings wird hier zur Hauptspeise eine Kalbsroulade serviert. Da ich allerdings kein Kalb esse, habe ich für den Hauptgang einen Rinderschmorbraten gewählt (auf lecker.de gefunden), der sich ganz wunderbar zwischen Vorspeise und Dessert eingefügt hat…

Und wie der ein oder andere vielleicht mitbekommen hat, kann man mich seit Neuestem beim Kochen auf (oder in?) den Insta-Stories begleiten 😃. Allerdings hatte ich keine Zeit für die Rezepte 🙆… doch hier kann man sie nun in aller Ruhe nachlesen.

Viel Spaß beim Ausprobieren – es lohnt sich 🙌.

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Vorspeise: 

Möhren-Süßkartoffel-Süppchen
mit glasierten Baconchips

Zutaten für 4-6 Personen:
2 Zwiebeln
500 g Möhren
250 g Süßkartoffeln
2 EL Butter
2 TL Gemüsebrühe (instant)
Salz, Pfeffer
60 g rotes Johannisbeergelee
6 Scheiben Bacon
2 EL Ahornsirup
150 g Crème fraiche
1/2 Bund Schnittlauch

  1. Zwiebeln, Möhren und Süßkartoffeln schälen. Möhren und Süßkartoffeln waschen, und alles in grobe Stücke schneiden. Die Butter in einem Topf erhitzen. Zwiebeln darin glasig dünsten, anschließend die Möhren und Süßkartoffeln kurz mitdünsten.  3/4 l Wasser zugießen und aufkochen lassen. Die Gemüsebrühe einrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen und zugedeckt 15-18 Minuten köcheln lassen.
  2. Inzwischen das Johannisbeergelee und den Essig in einem Topf sirupartig einkochen. den Bacon in einer heißen Pfanne ohne Fett knusprig anbraten. Dann mit Ahornsirup beträufeln und kurz in der heißen Pfanne glasieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Diesen Schritt habe ich vergessen, aber es hat trotzdem super geschmeckt).
  3. Das Gemüse in der Suppe pürieren (Zauberstab). Die Crème fraiche – bis auf 2 EL- einrühren. Anschließend die Suppe mit Pfeffer und Salz abschmecken.
  4. Schnittlauch waschen, trocken schütteln und in feine Röllchen schneiden, dann mit grobem Pfeffer mischen (das mit dem grobem Pfeffer habe ich weggelassen, da die Kinder diesen nicht so mögen). Die Suppe mit dem in Stücke gebrochenen Bacon, Balsamicosiurp, der restlichen Crème fraiche und dem Schnittlauch anrichten.

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Hauptgang:

Rinderbraten in
Rotwein geschmort

 

Zutaten für 4-6 Personen:
400 g Möhren
250 g Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1,5 kg Rinderschmorbraten (aus der Keule)
Salz
30g Butterschmalz
1-2 TL Tomatenmark
3/8 l Rotwein
4 Blätter Lorbeer
4 Stiele Petersilie
4 Stiele Thymian

  1. Möhren schälen, waschen und in dicke Scheiben schneiden. Zwiebeln und Knoblauch schälen. Zwiebeln in Spalten, Knoblauch in Scheiben schneiden. Fleisch waschen, trocken tupfen und mit Salz einreiben. Butterschmalz in einem Bräter erhitzen und das Fleisch von allen Seiten kräftig anbraten.
  2. Herausheben und das Gemüse und Knoblauch im heißen Bratfett anrösten. Tomatenmark unterrühren und mit Rotwein und 1/8 Liter Wasser ablöschen. Fleisch wieder in den Bräter geben. Lorbeer, Petersilie und Thymian waschen. die Hälfte beiseite legen. Restliche Kräuter zusammenbinden.
  3. Kräuter in den Bräter geben. Zugedeckt, im vo.rgeheizten Backofen (E-Herd: 200°C/ Gas: Stufe 3) ca. 2 Stunden schmoren. Eventuell 1/8 Liter Wasser nachgießen. (Ich habe alle zwanzig Minuten den Braten mit der Soße übergossen).
  4.  Von 2 Thymianstielen Blätter abzupfen. Fleisch und Gemüse aus dem Schmorfond heben und warm stellen. Soße aufkochen. Mehl mit 3-4 Esslöffel Wasser glatt rühren und in den Fond rühren. Kurz aufkochen lassen.
  5. Fleisch aufschneiden und mit Gemüse auf einer Platte anrichten. Mit Thymianblättchen bestreuen, mit restlichem Kräutersträußchen garnieren und die Sauce dazu reichen.
  6. Dazu haben wir Knödel und einen Ruccola Salat gegessen. Für die Knödel habe ich einen Fertigteig aus dem Kühlregal genommen und ich war überrascht, wie gut diese schmecken 😊

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Nachtisch: 

Nussparfait
mit Zwetschgenglück

Zutaten für 12 Scheiben:
2 Eier und 2 Eigelb (Gr. M)
80 g + 100 g brauner Zucker (ich nehme den Rohrohrzucker von Alnatura)
150 g Nusskernmischung (habe ich von Seeberber genommen)
400 g Schlagsahne
500 g Zwetschgen/ Pflaumen
5 EL Apfelsaft
Mark von 1/2 Vanilleschote (nehme ich immer die Oetker Vanillemarkpäckchen)
1-2 EL Speisestärke
100 g belgische Butterwaffeln (hatte ich gekauft und dann vergessen dazu zu servieren….)

  1. Eier, Eigelb und 80 g Zucker in einer Metallschüssel im heißen Wasserbad mit dem Schneebesen des Rührgeräts dickcremig aufschlagen. Creme unter gelegentlichem Rühren abkühlen lassen.
  2. Nüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten bis sie duften. Abkühlen lassen und grob hacken. Die Sahne steif schlagen und mit Nüssen unter die Eicreme heben. Eine Kastenform (ca. 11x25cm) mit Wasser ausspülen und mit Frischhaltefolie auslegen. Parfaitmasse einfüllen und mit Folie bedecken und mindestens 8 Stunden tiefkühlen.
  3. Zwetschgen/ Pflaumen waschen, halbieren, entsteinen und in Stücke schneiden. 100 g Zucker in einem Topf karamellisieren und mit Apfelsaft ablöschen und rühren bis sich der Karamell vom Boden gelöst hat. Vanillemark einrühren und die Zwetschgenstücke darin 4-5 Minuten köcheln. Die Speisestärke mit wenig kaltem Wasser glatt rühren. Zwetschgen damit binden. Die Grütze abkühlen lassen.
  4. Das Parfait stürzen, Folie abziehen und in Scheiben schneiden. Mit Keksen (die habe ich doch tatsächlich vergessen zu servieren 🙈) und Zwetschgengrütze servieren.

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Et voilá… Zugegeben, ich stand schon ein bisschen in der Küche, aber die Suppe und das Nussparfait lassen einen Tag vorher zubereiten und der Schmorbraten ist ja die meiste Zeit im Backofen und möchte nur ab und an übergossen werden 😉. Und dank der guten Vorbereitung hatte ich viel gemeinsame Zeit mit meinen Freunden, was ich persönlich immer ganz schön finde.

Bon Appétit ihr Lieben 💕…

 

Eine kleine Liebeserklärung an meine Kinder…

Im letzten Jahr ist viel passiert und mein Leben wurde einmal durchgerüttelt und wieder fallengelassen. Und wie so oft im Leben, sind dies die Momente, in denen viele Fragen aufkommen… offene Fragen, unbequeme, geschlossene, positive, rhetorische, sinnlose, jedoch auch sinnvolle Fragen – auf jeden Fall aber auch einige, die den Sinn des Lebens hinterfragen.

Und nachdem ich seit ein paar Wochen endlich wieder ein bisschen Licht am Ende des Tunnels sehe und sogar wieder lachen kann (ohne mich dabei komisch zu fühlen), habe ich für mich festgestellt, dass mein Sinn des Lebens mit Sicherheit

meine vier wundervollen Mädchen sind 💕.

Vier kleine Wunder, die die Welt,
– wie ich sie kenne – Weiterlesen

Umschulung die Erste und Einschulung die Dritte…

Huhu meine Lieben,

das Thema „Schule“ hat mich wieder voll im Griff und ich bin froh, dass ich vor lauter Materiallisten, Elternabenden und Einschulungsevents endlich wieder Land in Sicht sehe. Die Zeit des Ausschlafens und „in den Tag hineinlebens“ ist hiermit zwar endgültig beendet (das ist schade), aber dafür gehören die Vormittage wieder ein bisschen mehr mir (und das ist schön 😉).

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Dieses Jahr hatten wir einen großen Umbruch im Thema Schule, denn meine Mausi Nr. 1 ist auf die weiterführende Schule gekommen und hier kenne ich mich ja mal noch so gar nicht aus. Im Umfeld Grundschule fühle ich mich schon recht erfahren und weiß ungefähr was auf mich zukommt, aber auf der weiterführenden Schule??? Meine „Kleine“ soll jetzt mit den 16-jährigen auf dem Pausenhof „abhängen“? Mit geschminkten Mädels und supercoolen Jungs??? Und geraucht wird da auch schon? Urrrrg…

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„Born to be wild“ – seine verletzliche Seite kannten nur wenige…

Voller Energie, sprühender Kreativität und Liebe. So kannten die meisten von euch meinen Bruder – den Fotografen Oliver Rath.  Ihm gelang es wie keinem anderem, Prominente wie auch Unbekannte in intimen und verletzlichen bis hin zu provokanten und offensiven Situationen darzustellen.

„Oliver Rath war ein Meister der großen Illusion, die das soziale Leben im Zeitalter des narzisstischen Individualismus braucht, denn Authentizität wird immer als Inszenierung, als bildliche Repräsentation gesetzt. Dabei verdichtete er eine Vielzahl von Informationen und visuellen Einflüssen zu einer zentralen Aussage.“
Stefan Strumbel, Künstler

„Wer ihn bei der Arbeit erlebte, dem offenbarte sich sein Charakter. Er liebte Menschen und war mit einer so immensen Leidenschaft dabei, dass man sich an einen gigantischen Fluss erinnert fühlt, der einen einfach mitreißt. Er ließ einen im wahrsten Sinne sein. Mit seiner Kamera, die wie verschmolzen mit seinem Wesen zu sein schien, saugte er das Authentische aus seinem Gegenüber förmlich heraus, selbst oder gerade wenn seine Vorstellung eines Fotos absolut klar war. Eben weil es er mit Liebe tat.“
Sven Martinek, Schauspieler

Ein Jahr ist es nun her, dass Oli von uns gegangen ist und es vergeht kein Tag, an dem wir ihn nicht sehr vermissen. Jeder von uns erhielt diese Nachricht ganz unvermittelt, war geschockt, konnte nicht glauben, was er da gehört hatte, zweifelte am Wahrheitsgehalt dieser Meldung und wurde doch von der Endgültigkeit überrannt.

Die Schwere, die sich damals auf mich und mein Leben gelegt hat, spüre ich bis heute und nach wie vor wache ich morgens mit dem Gedanken auf, dass etwas Schreckliches passiert ist. Und für den Bruchteil einer Sekunde, denke ich es war ein Traum. Doch leider ist dem nicht so…

Oli war ein Mensch mit großen Visionen, noch größerem Herzen und voller verrückter Ideen. Jeder von uns hat seine eigene Geschichte mit ihm, der eine hat mehr zu erzählen, der andere vielleicht weniger, aber mit Sicherheit haben wir alle stets ein Lächeln im Gesicht, wenn wir an all diese Geschichten denken 😊.

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Und auf einmal bin ich Einzelkind…

Meine Lieben,

nun ist bald ein Jahr vergangen und nach wie vor vergeht kein Tag, an dem ich nicht mit dem Gedanken aufwache, dass etwas Schreckliches passiert ist. Und für den Bruchteil einer Sekunde, denke ich es war ein Traum. Doch je mehr Zeit ins Land geht, desto klarer wird mir in dieser Millisekunde, dass es sich um meine Realität handelt.

Mein Bruder ist ins Zimmer nebenan gegangen.

Und ich bin auf einmal ein Einzelkind.

Nach achtunddreißig gemeinsamen Jahren, werde ich den Rest meines Lebens ohne ihn gehen müssen. Werde die gemeinsamen familiären Herausforderungen, die auf mich zukommen,  nicht mehr mit ihm teilen können. Werde ihn nicht mehr anrufen können, um seine Stimme zu hören, eine Stimme, die mir vertraut ist, seitdem ich zwei Jahre alt bin.

Wenn man einen Bruder oder eine Schwester verliert, dann fühlt es sich an, als ob man einen Teil seiner Kindheit und Jugend aus seinem Leben herausgeschnitten bekommt. Für mich zumindest. Denn es gab so viele gemeinsame Erlebnisse, Geheimnisse, Streitigkeiten und Glücksmomente  - die Kindheit eben – die ich nun plötzlich alleine in mir trage, obwohl wir sie doch gemeinsam durchlebt haben.

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Bis hierher… und nicht weiter!


Zu Beginn meiner „Mami-Karriere“ hatte ich einen glasklaren Fahrplan von Grenzen,  Ritualen und Konsequenzen im Kopf und war fest davon überzeugt, dass ich mit dieser Strategie eine tolle Basis für unser Zusammenleben schaffen würde. Und wie viele frischgebackenen Mamis und Papis fing ich natürlich auch an, mich mit Ratgebern und Zeitschriften einzudecken, um meine Perspektive im Thema Erziehung zu erweitern. Doch je mehr ich las, desto unsicherer wurde ich mit meinem Fahrplan, mal ganz davon abgesehen, dass ich wirklich lange gebraucht habe, bis ich verstanden hatte, wieviele unterschiedliche Erziehungsmöglichkeiten es gibt und welche davon überhaupt zu mir/ uns passen.

Vielleicht mal ein kleines Beispiel  😉: für mich ist das Thema „Höflichkeit“ recht wichtig und dementsprechend lege ich ziemlich großen Wert darauf, dass meine Kinder immer grüßen und auch die Wörter „bitte“ und „danke“ verwenden, wenn sie etwas haben möchten oder geschenkt bekommen. Über dieses Thema habe ich eigentlich nie wirklich nachgedacht, denn es war ganz selbstverständlich für mich – BIS, ja bis ich dann in diversen Fachlektüren nachlas, dass man seine Kinder nicht dazu zwingen sollte „Hallo“ oder „Tschüss“ zu sagen. Denn dieses Verhalten sollte aus dem Kind selbst heraus kommen und nicht unter Zwang eingefordert werden. „Oh je“ dachte ich, was habe ich meinen Kindern nur angetan? Auf die Idee, dass meine Kinder dies als Zwang empfinden würden, war ich noch gar nicht gekommen 🙆🏻, aber ja, es leuchtete mir durchaus ein, dass ich diese Perspektive völlig außer Acht gelassen hatte.
Solche Beispiele gab es mehrere und so wuchsen schleichend die Zweifel – an mir und an meinem Fahrplan von Erziehung. Irgendwann hatte ich dann so ein Gewusel an Tipps in meinem Kopf, dass ich gar nicht mehr authentisch reagierte 🙈, sondern mich erst mal fragte, welche Auswirkung meine Reaktionen auf meine Kinder haben könnte??? Das ist natürlich gar nicht zielführend und wenn man schnell handeln muss, eine ganze unbrauchbare Ausgangslage 😆.

Dementsprechend lange habe ich dann auch gebraucht, um wieder zu meinem intuitiven Fahrplan zurück zu finden. Weiterlesen