Der Weg zum Ziel

Ich weiß immer noch nicht wie wir es geschafft haben, all die Koffer, Taschen und Buggies, inklusive unserer Kinder und uns selbst in unser Auto zu bekommen, doch um 10 Minuten nach drei (Uhr) sind tatsächlich alle startklar! Die Kinder sitzen völlig verschlafen und aufgeregt zugleich auf ihren Plätzen und als sich das Auto in Bewegung setzt und wir Heidelberg verlassen, rattert es unaufhörlich durch meinen Kopf, was wir alles vergessen haben könnten.
Doch jetzt ist es ohnehin zu spät, ab hier muss ich improvisieren. Wie ich das liebe…

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Wir erreichen Frankfurt ohne weitere Vorkommnisse und sind froh unser erstes Etappenziel – das Parkhaus am Flughafen – gefunden zu haben. Jetzt heißt es alle Artikel umladen. Nr. 1 muss laufen, Nr. 2 und 3 dürfen in die Kinderwägen und Nr. 4 schnalle ich mir ins Ergo Baby. Mein Mann übernimmt die Koffer und das Projekt „Urlaub“ läuft los in Richtung Abflughalle. Dort angekommen, erwartet uns eine riesige Schlange Reisender! Oh je! Das heißt für uns erst mal: vier Kinder bei Laune halten.
Wir nähern uns also im Schneckentempo der Kofferaufgabe, doch dank der anderen wartenden Urlauber, die uns behilflich sind, unsere Kinder zu bespaßen, schaffen wir es irgendwie, unsere 100 Kilo Gepäck aufzugeben. Puh, jetzt erst mal los zu einem Tässchen Kaffee und Kakao, damit wir gestärkt das nächste Ziel – Sitzplätze im Flugzeug – ansteuern können.
Während wir gemütlich unseren Kaffee trinken, fällt uns siedend heiß ein, dass wir ja noch durch den Sichereits-Check müssen und beim Blick auf die Uhr sausen wir auch schon los. Und wenn man schon spät dran ist, sind die Sicherheitsleute natürlich besonders gründlich….
Dies ist bereits unser sechster Flug mit kleinen Kindern gewesen und noch nie sind die Milchflaschen meiner Babies untersucht worden, doch diesmal mussten wir tatsächlich das ganze Programm durchlaufen. Es dauerte schon eine unglaublich lange Zeit, bis wir das Board-Gepäck, die Kinder und uns selbst durch die Scanner geschleust hatten, als der Sicherheitsmensch uns eröffnete, dass die Wasserflaschen für die Babymilch noch mal extra untersucht werden müssen. Ominöserweise bekam ich das Milchpulver direkt wieder, aber das Wasser dazu… das war verdächtig. 
Mittlerweile wurde unser Flug schon zum dritten Mal aufgerufen und eigentlich wollte ich noch mal mit den drei „Großen“ auf die Toilette gehen, bevor wir in den Flieger steigen würden. Aber da der Teufel ja bekanntlich im Detail steckt, war das erste Untersuchungsgerät so empfindlich, dass es beim Heidelberger Leitungswasser sofort anschlug. Toll!
Eine gefühlte Ewigkeit und zwei weitere Untersuchungsgeräte später, durften wir dann aber doch alles mitnehmen und kamen in aller letzter Sekunde am Check-in-Schalter an – wie peinlich ;o).
Und hier gleich die nächste Katastrophe: keine Gangway zum Flieger! Stattdessen ein zweistöckiges Treppenhaus zum Bus! Schock! Nr. 2 und 4 saßen ja noch in ihren Buggies, die man ja bekanntlich bis zur Tür des Flugzeugs mitnehmen darf. Der Typ am Schalter teilte mir höflich mit, dass ich solche Situationen (wie zum Beispiel den Fußbruch) anmelden könnte, dann würden wir direkt zum Flugzeug gefahren werden. Darauf hin erklärte ich ihm genauso höflich, dass ich nicht vor hätte, noch öfter mit solchen Verletzungen zu fliegen, ihm aber sehr dankbar sei für seine Informationen.
Immerhin hat er uns dann doch noch geholfen alles runter zu tragen und so landeten wir endlich im knallvollen Bustransfer.
Geschafft! Zweites Etappenziel erreicht – Sitzplätze im Flugzeug.
Glücklicherweise waren Nr. 3 und 4 so müde, dass sie erst mal eine Stunde geschlafen haben und wir vier „Großen“ ein bisschen Zeit zum durchatmen hatten.
Viereinhalb Stunden später hatten wir den Flughafen unseres Urlaubsziels dann endlich erreicht! Dank DVD’s auf dem Laptop und vieler toller, pädagogisch höchst wertvoller Apps auf dem Handy sind tatsächlich alle lebend und wohl behalten aus dem Flugzeug gestiegen. Was für ein Erfolg.
Der Anblick des Meeres und der Sonne entschädigten uns auch sogleich von den Strapazen der vergangenen Stunden und zauberten allen ein Lächeln ins Gesicht.

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