Ach wie schön…

Ach wie schön, heute kommen meine Eltern und das bedeutet für mich: Entlastung. 
Voller Vorfreude bereite ich das Gästezimmer vor, überlege was ich heute zum Abendessen kochen könnte und entscheide mich, noch schnell einen Marmorkuchen zu backen.
Der Ofen ist an und ich düse noch kurz in den Keller, um eine Waschmaschine laufen zu lassen, damit möglichst viel erledigt ist. Als ich wieder hoch komme und nach dem Kuchen gucken möchte, stelle ich fest, dass der Ofen dunkel ist und mir schießt ein Gedanke durch den Kopf: Stromausfall!
Oh mein Gott, ausgerechnet jetzt. Es ist kurz vor Zwölf, ich wollte gleich anfangen das Mittagessen zu kochen und der Kuchen ist ja noch im Backofen… Ich renne in den Keller zum Stromkasten: alle Sicherungen drin, nur eine hängt irgendwie locker rum, aber ich kann sie auch nicht einfach hochschieben, deshalb lasse ich sie wie sie ist.
Ich sause wieder hoch und habe sofort die Stadtwerke im Verdacht. Scheinbar hat mal wieder jemand vergessen mir mitzuteilen, dass der Strom abgestellt wird. Fest überzeugt von meiner Hypothese, rufe ich dort an und frage nach. Doch Fehlanzeige, in unserer Straße ist nichts geplant gewesen und somit können die Stadtwerke auch nicht Schuld sein. Die nette Dame fragt mich, ob es vielleicht daran liegen könnte, dass ich meine Stromrechnungen nicht bezahlt hätte??? Netter Hinweis, aber wir haben brav bezahlt. Ja dann müsste ich mal einen Elektriker anrufen, der sich um das Problem kümmern kann.
Aha, vielen Dank für den Tipp.

Bevor ich allerdings einen Elektriker anrufe, beauftrage ich erst mal meinen Mann sich das anzusehen. Mittlerweile haben auch meine Mädels Hunger und mein Kuchen dümpelt schon seit einiger Zeit im Ofen rum…
Glücklicherweise stellt mein Göttergatte fest, dass der FI-Schalter raus gesprungen ist. Dabei erklärt er mir, dass man diesen Schalter erst nach unten drücken muss, bevor man ihn wieder nach oben schieben kann. Ok, wieder was gelernt. Ich freue mich, denn alle Geräte laufen wieder und wir haben uns den Elektriker gespart. Mein Mann ist klasse.
Doch zack, 2 Minuten später ist alles wieder aus. Mist. Ich rase erneut in den Keller und rufe dabei gleichzeitig meinem Mann zu (wohl doch nicht so klasse), dass er bitte mitkommen soll, um mir zu helfen. Ich bin genervt: warum ausgerechnet heute? Warum jetzt, um diese Uhrzeit? Doof, doof, doof!!!
Aber jammern hilft auch nicht viel. Deshalb mache ich alle Geräte aus, den FI-Schalter drücke ich wieder rein und wir testen aus, ob der Herd oder die Waschmaschine, der Auslöser für den Stromausfall sind. Und nur weitere 10 Minuten später wissen wir: es ist die WASCHMASCHINE!

Ich beschließe Ruhe zu bewahren, Schritt für Schritt weiter zu machen, das hat mir bisher immer geholfen:
1. Also erst mal ein paar Maultäschchen in die Pfanne schmeissen, Gurkensalat dazu und meine kleinen Mäuse versorgen.
2. Die Elektriker in der Umgebung anrufen und hoffen, dass einer heute oder spätesten morgen Zeit hat.
3. Den Kuchen endlich aus dem Ofen holen und das Beste daraus machen (Puderzucker könnte hilfreich sein)

In dieser Reihenfolge gehe ich also weiter vor und habe beim Telefonat mit dem Elektriker Glück, denn schon am nächsten Tag kann jemand kommen und sich den Schaden mal ansehen. Ich gehe natürlich davon aus, dass der nette Herr mir direkt die Maschine reparieren kann, aber da habe ich die Rechnung wohl ohne den Handwerksbetrieb gemacht. Denn wie sich herausstellt, ist der Spezialist für Waschmaschinen noch 10 Tage im Urlaub und besagter Elektriker vermutet nun, dass es der Heizstab ist. Aber das müsste dann noch mal detailliert geprüft werden, anschließend müsste ein neuer Heizstab bestellt werden (dauert auch immer ein paar Tage) und es sei abzuwägen, ob es nicht sinnvoller wäre, eine neue Maschine zu kaufen. Ja, das ist die Antwort, die ich hören wollte. Das heißt im Klartext für mich: die nächsten paar Tage habe ich keine Waschmaschine und darf mich mit Testberichten, Elektromarkt-Besuchen und Grübeleien beschäftigen, bis dann endlich eine Entscheidung getroffen ist. Toll!

Glücklicherweise habe ich super liebe Nachbarn und darf ab und zu meine Wäsche vorbei bringen, so dass sich der Wäscheberg in Grenzen hält.
Aber ich sitze immer noch am Esstisch und grübele, was wir nun machen :o)….

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