Mami ist krank – ach ne, geht ja gar nicht…

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Es kommt nicht all zu oft im Jahr vor, dass ich mich wirklich schlapp und krank fühle. Wenn allerdings mein normales Schlafpensum (von ungefähr 4 – 5 Stunden am Stück :o) )verkürzt oder mehrere Tage unterbrochen wurde, dann passiert es schon mal, dass ich gemeinsam mit meinen Kindern eine Erkältung durchstehen muss.
So geschehen letzte Woche, als meine Älteste einen schönen Schnupfen mit Husten nach Hause geschleppt hat. Und da Nr. 2 zuvor drei Nächte in Folge „schlecht geträumt“ hatte und ich mir auch noch erlaubt hatte eine Nacht ordentlich feiern zu gehen, war mein Schlafrhythmus völlig hinüber. 
Schon in der Nacht auf Freitag spürte ich meinen Hals, mein Kopf tat weh, meine Glieder schmerzten und mir lief immer wieder die Nase. Und klar, wie soll es anders sein, an den Tagen, an denen ich mich ohnehin entkräftet fühle, muss mein Göttergatte besonders viel arbeiten! Er ist sozusagen gar nicht vorhanden… Timing.
Dabei wurde mir mal wieder glas klar, dass es eine gefühlte Ewigkeit her ist, als ich mich das letzte Mal ins Bett gelegt habe und einfach KRANK war. So mit allem was dazu gehört: lange ausschlafen, tagsüber ein Mittagsschläfchen halten, das Essen ans Bett gebracht bekommen, überhaupt im Bett etwas essen können (geht ja gar nicht mehr, wegen der Regel: „wir essen am Tisch“ :o)), ein bisschen Fernsehen gucken, durch Zeitschriften blättern und eben die viel besagte BETTRUHE einhalten…. all die Dinge, die ich früher so gemacht habe, wenn ich mich schlapp fühlte.
Nun ja, diesmal hat es uns besonders blöd getroffen, denn von sechs Personen im Haus, sind gleich vier erkältet gewesen. Bisher haben wir uns eher abgewechselt und somit waren es mindestens ein bis zwei Personen, die noch recht fit waren. Wobei… meine Kinder sind ja irgendwie immer fit, egal ob sie krank sind oder nicht!
Meine zwei Ältesten und ich haben uns also morgens die Tempobox hin und her gereicht und Nr. 3 (ausgerechnet :o)) hat uns in ihrem top Gesundheitszustand irre tolle Tipps gegeben, wie wir wieder gesund werden können. Blöderweise war meine Laune irgendwo zwischen „gar nicht vorhanden“ und dem „Tiefpunkt“ angesetzt und leider leider, überträgt sich dies in sekundenschnelle auf meine Mäuse. Komisch eigentlich, denn bei guter Laune überträgt sich dieser Effekt leider nicht, beziehungsweise braucht Stunden oder Tage bis er ankommt.
Na ja, die Morgenstimmung des Feiertages war jedenfalls dahin und ich überlegte fieberhaft (hatte ich ja sowieso :o)), wie wir aus diesem Stimmungsloch wieder raus kommen sollen. Also erstmal die Kopfschmerztabletten einschmeißen, irgendwie halbwegs nett anziehen, damit mein Spiegelbild nicht auch noch meinen inneren Zustand zur Schau stellte und dann erst mal meine Mami anrufen. Doch statt der erwarteten Worte des Trostes, gab es nur Tipps zur Genesung! Leider alle unbrauchbar, denn mit vier Ladies am Hals, kann ich mich nicht wirklich hinlegen, einen Ingwertee trinken, ein Bad nehmen und meinen Gliedern Ruhe zukommen lassen. Im Gegenteil, es war ja auch noch Feiertag!!! Ich musste also zusätzlich noch den Vormittag gestalten. Aber wie sagt Nr. 1 immer so schön: „das ist deine eigene Schuld, du wolltest ja viele Kinder haben!“ Ja, das baut auf und motiviert, hält mir aber auch wieder den Spiegel vors Gesicht, dass ich meine schlechte Laune spätestens jetzt einstellen musste.

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Dann endlich die zündende Idee: Basteln! Da ich so gut wie nie Lust habe zu basteln (weil ich mich in dieser Hinsicht völlig talentfrei finde…), kam dieser Vorschlag natürlich super gut an. Die Welt war wieder rosa und jeder gab sich zum Besten, was wir alles kleben, schneiden, pinseln oder kneten könnten. Und obwohl ich ja selten bastele, habe ich alle Utensilien im Haus! Das liegt an meinem schlechten Gewissen, denn Kinder sollen ja viel schneiden, kleben, malen und so weiter, wegen der Fein- und Grobmotorik und der Kreativität und so. Das verstehe ich auch alles und trotzdem packt mich selten die Lust mit zu machen und irgendwelche Figuren zu kleben. Um ehrlich zu sein, weiß ich auch gar nicht mehr wohin mit den ganzen Basteleien. Unsere „Vernissage -Wand“ ist schon gut gefüllt und ich finde auch nicht jeder Werk wirklich präsentationswürdig.

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Aber diesmal war mir alles egal, das Blatt, das auf dem Tisch klebte, statt, am Pappkarton, die Knete, die überall rumlag, die Stifte, die nicht mehr zugemacht wurden, egal, egal. Hauptsache ich musste mich nicht all zu viel bewegen und auch nicht all zu viel sprechen. Und meine Mäuse hatten ein Lächeln im Gesicht… das hebt dann selbst meine Stimmung wieder an.

Und das war nur eine starke Erkältung… Mausi Nr. 4 hat es übrigens seit heute erwischt. Na dann, freue ich mich auf die nächsten Nächte!

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