Meine ersten Königsberger Klopse unter besonders schönen Kochbedingungen

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Ohhhh ich habe eine tolle Kochzeitschrift entdeckt und ich fand schon den Titel so ansprechend: Mutti kocht am besten. Ich musste sofort an mein Bruderherz denken, der genau diese Worte oft zu Hause gesagt hatte, so dass ich mich direkt zwanzig Jahre (oh Gott so lange schon… Schock!) zurück versetzt gefühlt habe.
Schon beim Durchblättern habe ich direkt drei Gerichte entdeckt, die ich gerne ausprobieren möchte, das ist stets ein gutes Zeichen. Also schwups die Zeitschrift gekauft, immer wieder durchgeblättert, dann die Zutaten besorgt und heute mal die „dicken Königsberger Klopse ausprobiert. Dieses Gericht habe ich noch nie zuvor gemacht und dank der tollen Beschreibung war es eigentlich ganz einfach.
Allerdings waren die Kochbedingungen fürchterlich :o), denn ich habe schon wieder eine Erkältung (ich ziehe das jetzt scheinbar magisch an…) und meine süße Tochter Nr. 3 war sehr schräg drauf. Also wenn ich jetzt meine Mausi fragen würde, dann war „die Mami ganz obergemein heute, weil sie keine Süßigkeiten vor dem Mittagessen raus gerückt hat. Das ist UNVERSCHÄMT! Diese Sätze habe ich mir die gesamte Kochzeit über (hat dann leider doch fast eine drei viertel Stunde gedauert) in einem recht lauten Ton angehört, gepaart mit meinen Kopfschmerzen und meiner laufenden Nase (das finde ich beim Kochen besonders angenehm) hatte ich dann wirklich schlechte Laune irgendwann, da halfen auch die Aspirin Complex und Ingwertropfen (für das gute Gewissen) nicht mehr viel. Meine zwei Großen waren süß und haben mit allen Mitteln versucht unsere kleine Terrorzelle abzulenken und mit tollen Spielideen zu bestechen. Aber Madame ist halt ignorant und verfolgt nur ein Ziel : Süßes!
Und ich habe dann eben mein Ziel verfolgt: kein Süßes! Das bedeutet: Zündstoff!!!
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Ja und unter diesen schönen und stimmungsvollen Bedingungen habe ich dann mit viel Liebe :o) ein neues Gericht ausprobiert und gekocht. Wenn ich die Rezepte schon kann und weiß, wann ich was, wie zubereiten muss, dann schaffe ich es auch auf dieses Genöle ein zu gehen, denn die Kochabläufe sind mir ja bekannt. Das war heute natürlich anders und kaum hatte ich den nächsten Kochschritt gelesen, musste ich auch schon wieder nachlesen… Nervig!
Doch irgendwann stand tatsächlich ein schönes Essen auf dem Tisch und wir setzten uns alle an den Tisch, um zu probieren. Nr. 3 weigerte sich natürlich – schon aus Prinzip – und bekundet lauthals, dass sie dieses „Zeugs“ nicht isst. Wer hätte es gedacht…
Allerdings machen ihre Schwestern ihr gleich klar, dass sie dann auch keinen Nachtisch (endlich Süüüüßes :o)) bekommen kann, denn, den gibt es nur Anteilig dazu, wie viel man beim Hauptgericht so verspeist hat. Also gibt sie sich einen Ruck und isst wenigstens den Kartoffelbrei, doch die Klopse und die Soße rührt sie nicht an. Na das kann ja heiter werden, denke ich, denn sollte es den zwei Großen auch nicht schmecken, dann habe ich ein Problem: es gibt keine Alternative.
Zu meiner großen Verwunderung schmeckt es den beiden jedoch richtig gut, vor allem die Sauce Bechamel. Die Steine alias Kapern :o) werden zwar raus gepickt, aber die Klopse mit Sauce und den Kartoffelbrei essen sie komplett auf. Es gibt Hoffnung, juchhu und meine Laune bessert sich umgehend und ich bin den beiden so dankbar für ihre Komplimente.

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Und so haben wir ein neues Gericht in unserem Repertoire und erweitern Mamis Kochhorizont :o)

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