Was für ein Jahr! :)

Blog Jahrerückblick

Aus der Süddeutschen Zeitung

2014 war toll! Ein aufregendes, imposantes, emotionales, ereignisreiches, lustiges und wunderbares Jahr.

Schon allein der Start stellte alles auf den Kopf, denn direkt im Januar kam Mausi Nr. 4 auf die Welt und hat unsere Familie verzaubert.  Wir sind jetzt eine echte GROSSFAMILIE! Wow, ich kann es manchmal selbst noch nicht glauben…
Bis heute bekomme ich eine Gänsehaut, wenn ich daran denke, wie liebevoll die drei „großen“ Mädels unserem Neuankömmling, den Start ins Leben gestaltet haben und mit wie viel Hingabe sie ihre jüngste Schwester in unserer Familienleben einführten. All meine Befürchtungen und Ängste über Chaos, Streit und Schreiereien haben sich irgendwie in Luft aufgelöst und ich war eher damit beschäftigt darauf zu achten, dass die Kleine auch mal zur Ruhe kommt und sich erholen kann. Natürlich gab es auch Minuten und Stunden, in denen irgendwie alles drunter und drüber ging. Wenn beispielsweise die eine auf der Toilette sitzt und abgewischt werden will, während die andere Durst hat und die Kleinste nicht in den Schlaf findet… Oder ich versuche etwas zu kochen während der Rest der Mannschaft sich darüber streitet, wer jetzt im Rollenspiel der Vater und wer der Hund ist. Also doch laut und chaotisch :), aber eben überschaubar. Und dank der großzügigen Hilfe und Unterstützung von Familie und Freunden, lief der Start wesentlich reibungsloser als gedacht.

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Ich im Frühling

Und dann kam der Frühling und wir konnten uns ein Leben zu fünft gar nicht mehr vorstellen. Jeden Morgen ist die Jüngste mit Küsschen begrüßt worden und wurde gefragt, wie sie denn geschlafen hat. So süß. Zugegeben, je nachdem wie ich gelaunt war, wussten ohnehin alle , ob Nr. 4 gut oder eben nicht so gut geschlafen hatte :). Aber ich muss sagen, unsere Jüngste ist wirklich tiefenentspannt. Oder sind es Mama und Papa, die jetzt viel entspannter sind? Überträgt sich unsere „erlernte“ Gelassenheit tatsächlich? Während wir bei Nr. 1 noch zack zack von der Couch aufgesprungen sind, um zu sehen, warum Mausi in ihrem Bettchen meckert, warten wir nun erst mal ab und beobachten hörend, ob Nr. 4 sich wieder von alleine beruhigt oder doch jemand aufstehen sollte, um nach ihr zu sehen… Unmöglich eigentlich!!! Das hätte es bei Nr. 1 und 2 nicht gegeben! Doch irgendwie geht es Nr. 4 wirklich gut damit und sie schläft hervorragend durch.

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Ostern 2014

Den Frühling haben in vollen Zügen genossen und viel Zeit mit Spaziergängen und Ausflügen verbracht. Wir haben auch angefangen einmal im Monat in ein Museum zu gehen, um uns dort „weiterzubilden“. Abgesehen von den ungläubigen Blicken an der Kasse und der wiederkehrenden Frage, ob diese Kinder wirklich ALLE zu mir gehören, ist es immer wieder lustig zu erleben mit welchen Erwartungen, wir solch einem Besuch entgegen gehen und mit welchen Erlebnissen, wir wieder zu Hause landen :).
Wie zum Beispiel die Ausstellung „Musikwelten“… Irgendwie bin ich davon ausgegangen, dass wir hier viele Instrumente sehen und hören und einen Einblick in die Welt der Musik und ihre Geschichte bekommen. Tolle Idee, dachte ich, denn wir lieben alle Musik und mit dieser Ausstellung wäre schon ein Sonntagnachmittag gerettet. Aber weit gefehlt, beziehungsweise driftete meine Vorstellung weit auseinander von der des Initiators! Meine Mädels und ich hatten uns also auf einen spannenden und mindestens zwei bis dreistündigen Museumsbesuch eingestellt, zumal wir an der Kasse noch diese dollen Audioguides bekommen hatten und erst mal zehn Minuten gebraucht hatten, bis wir damit vertraut waren und sie irgendwie auf dem Kopf sitzen hatten. Nr. 1 und 2 redeten von da an in einer unglaublichen Lautstärke miteinander und die wenigen Besucher die da waren, gaben mir mit ihren Blicken zu verstehen, dass sie dieses Verhalten recht unpassend fanden. Peinlich! Nr. 3 bekam einen Schreck, als sie die Stimme auf dem Guide hörte und riss sich das Ding vom Kopf mit den Worten, dass das Gerät schrottig wäre.
Die ersten Bilder und Ausstellungsräume waren ja noch recht imposant und interessant, doch irgendwie wollte der Funke nicht so richtig überspringen. Und trotz intensiver Betrachtung aller Steinzeitinstrumente und sonstiger kryptisch wirkender Gegenstände waren wir nach 40 Minuten fääääärtig! Der Audioguide wollte nie so wie wir wollten und wir befanden uns selten im richtigen Raum, bei der dazu passenden Information. Und jetzt??? Von meinem super durchdachten Nachmittagsplan war ja gerade mal ein drittel rum!
Gott sei dank war es warm und sonnig, so dass wir ein schönes Eis essen gehen konnten und der Nachmittag ein gelungenes Ende fand.

Und so zog der Frühling an uns vorüber und es wurde noch wärmer und meine Mädels konnten endlich ihre heiß geliebten Sommerkleider mit Sandalen anziehen. Gleichzeitig wurde in meinem Kopf die Idee immer lauter ENDLICH meinen eigenen Blog zu schreiben! Also erst mal Recherche! Wie machen das die anderen so? Welche Blogs gibt es denn überhaupt? Welches Design gefällt mir? Und auf welcher Plattform macht man so etwas denn?
Ich war sofort fasziniert von der Welt der Blogger und dachte gleichzeitig, dass ich das nie schaffen würde, solch tolle Bilder und Geschichten auf einer schönen Seite zu verpacken. Und woher sollte ich die Zeit nehmen, mich um dieses „Ding“ zu kümmern? Also habe ich die Idee erst mal wieder verworfen und entschieden, dass es schon so viele wunderschöne und tolle Blogs gibt, dass meine Ideen da sicherlich nur kläglich bei rüber kämen und ich es eigentlich gleich bleiben lassen könnte…

Doch irgendetwas in mir, hat nicht aufgegeben und ich bestellte mir das ein oder andere Buch, machte mich ein bisschen schlau über WordPress und fing an kleine Geschichtchen zu schreiben. Aber natürlich nur auf „Entwurf-Status“, bloß nichts veröffentlichen! Bis ich dann im Juli soviel Spaß daran gefunden hatte und immer mehr Ideen dazu kamen, wie ich was machen könnte. Also habe ich angefangen mehr Fotos zu schießen, mir das ein oder andere Ereignis stichwortartig im Handy fest zu halten, um es dann irgendwann spät abends nieder zu schreiben.
Und tada: habe ich mich doch getraut meinen Blog zu veröffentlichen. Ui, was für ein Schritt.

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mein Header 🙂

Ich war dann auch ein ganz kleines bisschen stolz, als ich mich das erste Mal unter dem Link „www.rathatouille.com“ gefunden habe. An dieser Stelle auch ein ganz herzliches und dickes Dankeschön an all meine Freunde/Innen und LeserInnen für die vielen lieben, motivierenden Worte und Rückmeldungen hierzu. Es macht mich glücklich zu lesen, dass ihr auch Spaß an den Geschichten und Rezepten habt und ist eine wunderbare Anerkennung für mich. Tausend Dank.

Na und kurz vor den Sommerferien kam unser erstes Zeugnis von Mausi Nr. 1. Ich glaube Papa und ich waren aufgeregter als unsere Große. Lange haben wir überlegt, wie wir mit dem Zeugnis und den Noten umgehen. Sollen wir ein Geschenk kaufen oder gibt es Geld für jede gute Note? Mmh, irgendwie passt das alles nicht so zu uns… Und doch wollten wir eine kleine Besonderheit für diesen Tag einführen. Deshalb haben wir uns entschieden, dass wir von nun an am „Zeugnis-Austeil-Tag“, stets ein Eis essen gehen werden, egal wie das Ergebnis ausgefallen ist. Natürlich ein GROSSES Eis, denn ein Schuljahr abzuschließen ist ja auch eine große Sache :). Das fühlt sich gut an und hat auch eine Menge Spaß gemacht, abgesehen davon, dass Nr. 2 und 3 dann leider auch großes Bauchweh hatten… War ja fast klar, oder?

FERIEN! URLAUB! FERIEN!FERIEN! URLAUB! FERIEN!FERIEN! URLAUB! FERIEN!FERIEN! URLAUB! FERIEN! FERIEN!

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Und somit Halbzeit von 2014 :).
Die Ferien haben wir in vollen Zügen genossen. Insbesondere unseren ersten Urlaub zu sechst! Inklusive Fußbruch und Ringelröteln :). Und wir haben auch gelernt, dass wir es trotz widriger Umstände schaffen können, am Ziel anzukommen.
Das ist ein wirklich schönes und beruhigendes Gefühl.

Nach den Ferien, dann viele Neuanfänge: Nr. 1 kommt in die zweite Klasse, Nr. 2 wird Vorschulkind im Kindergarten und Nr. 3 wechselt von der Kita in den Kindergarten zu Nr. 2. Hui, da war was los!
Elternabende, Kennenlernnachmittage, Elternbeiratstreffen (warum habe ich mich dazu nur überreden lassen???), Kindergeburtstage, Flohmarkt, und viele andere schöne Events haben uns dann in den Herbst und Winter hinein begleitet. Und dank des traumhaften Spätherbstes, haben wir noch viel Zeit draussen verbracht. Herrlich.

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Bäääärlin

BERLIN: Ein Highlight in diesem Jahr, denn es ist mit Abstand das verrückteste Event in 2014 gewesen…
Mein Bruder stellt seinen ersten Bildband vor, mit großer Party, Promis und allem drum und dran. Das Datum passte nicht wirklich in meinen Terminkalender und doch wollte ich unbedingt hin! Meine Mami als Babysitter fiel schon mal aus, da sie ja selbst nach Berlin fuhr und mein Mann hatte so viel zu tun, dass auch er nicht in Frage kam. Na, das waren doch gute Aussichten. Gut, dann fahre ich eben morgens hin, verbringe dort den Abend und fahre mit dem ersten Zug aus Berlin wieder nach Hause, so dass ich gegen elf Uhr wieder hier wäre. Sehr guter Plan, das könnte funktionieren!. Ok, Tickets gebucht, Babysitter für den Nachmittag organisiert und bereits in vollem Stress zwecks Outfitsuche!!! (Mein Kleiderschrank ist nicht mehr sehr Partytauglich und schon drei mal nicht für Berlin, Katastrophe).
Anruf meines Bruders: Mist, ich muss die Veröffentlichung um einen Tag nach vorne verschieben! Es gibt organisatorische Probleme! Häääääääääää? Schock, meine gesamte Planung rast den Bach runter. Was mache ich jetzt?
Mein geliebter Göttergatte springt ein, denn das neu gewählte Datum passt wesentlich besser in seinen Terminkalender. Immerhin, das ist doch was. Wir überlegen hin und her und entscheiden uns dann morgens mit dem Auto nach Berlin zu fahren, dort den Nachmittag und die Party am Abend zu genießen und direkt im Anschluss gegen 23:00 Uhr wieder Richtung Süden zu fahren, um pünktlich zum Morgenfläschchen um 5 Uhr wieder zu Hause zu sein. Ein bisschen verrückt dieser Plan, aber machbar! Schnell mit dem Babysitter gesprochen, ob auch eine Übernachtung möglich wäre und jaaaa, es klappt. Die Mädels sind ganz aufgeregt und finden die Idee spitze und ich bin überglücklich eine soooo lange Zeit mit meinem Mann ALLEINE sein zu können, so mit richtiger Unterhaltung im Auto, Party am Abend und Essen gehen ohne nach rechts und links gucken zu müssen.
Es ist soweit: alle sind gesund und munter geblieben und wir düsen los. Ich stehe in ständigem Kontakt mit unserer Babysitterin und muss sagen: sie hat einen traumhaften Job gemacht und unsere Mädels haben sich pudelwohl gefühlt. Ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen. Vielen vielen Dank. Auch an meine Mädels, ihr seid spitze.

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Meine Mami & ich

In Berlin angekommen treffe ich meine ganze Familie, viele Freunde und wir haben einen wundervollen und witzigen Abend zusammen. Wir genießen die Ausstellung, die Familie, die Presse, die Promis, das Essen, vor allem aber unsere Ungebundenheit und das Gefühl für ein paar Stunden ganz frei entscheiden zu können, wann und was wir machen wie zum Beispiel mal entspannt auf die Toilette zu gehen :).

Mit etwas Verspätung sausen wir beschwingt von diesem außergewöhnlichen Abend wieder Richtung Heimat und machen uns die ersten Stunden ganz prima auf der Autobahn… Das Ende der Fahrt ist jedoch zäh und irgendwie will die Strecke nicht enden, doch gegen halb sechs sind wir endlich wieder zu Hause und meine Jüngste sitzt schon auf der Couch nebst Babysitterin und wartet auf Mami und ihre Milch…
Der anbrechende Morgen ist eine Strafe für mich :), denn mit nur einer Stunde Schlaf auf der Couch, starte ich zurück in meinen ganz normalen Mami-Alltag… Doch ich würde es jederzeit wieder tun! Und ich bin meinem Mann so unendlich dankbar, dass er sich auf dieses Abenteuer mit mir eingelassen hat. Das muss doch wahre Liebe sein.

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Mein Traummann 🙂

War sonst noch was?
Ach ja, stimmt, ich habe mich dieses Jahr erinnert, dass ich auch mal einen Job hatte, der mir viel Spaß gemacht hat.  Und so habe ich mich – zusammen mit einer Freundin – entschieden, mich nebenberuflich selbständig zu machen, um diese Bestimmung weiterverfolgen zu können. Toll, oder? Oder doch eher verrückt und etwas irre im Kopf? Ich weiß es auch nicht, aber die Vorbereitungen laufen ganz gut und mein Kopf ist nun hin und wieder mit „Erwachsenenthemen“ beschäftigt. Allein das ist schön.

Und jetzt? Jetzt brauchen wir erst mal alle Ferien :). Der Ton meiner Mäuse wird immer rauer und sie kommandieren sich wild gegenseitig herum. Das ist stets ein Zeichen für mich, dass sie ferienreif sind und dringend aus dem Kindergarten- und Schulalltag aussteigen sollten. Dann brauchen wir erst mal zwei bis drei Tage, bis wir im Ferien-Modus angekommen sind und in den Weihnachtszirkus einsteigen können.
Doch das Schönste daran ist das Ausschlafen!!! Keine Hektik am Morgen, kein „schnell schnell, zieh die Schuhe an“, „Mist, Pausenbrot vergessen“, „hast du deine Mütze?“ oder „ich brauche noch eine Unterschrift für die Mathearbeit“.
Sondern einfach im Schlafanzug meinen Kaffee genießend die Zeitung lesen während der Rest noch schlummert :). Ok, erwischt! Bis dahin dauert es noch ein paar Jahre! Und wahrscheinlich werde ich dann enttäuscht und genervt am Frühstückstisch sitzen und mich darüber ärgern, dass meine Mädels so lange schlafen und keine Zeit mehr für mich haben…

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Cheers

In diesem Sinne meine Lieben, wünsche ich euch allen eine wunderschöne Weihnachtszeit, erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Lasst es ordentlich krachen und genießt eure Tage (und die Nächte natürlich auch).

Ich freue mich euch alle im neuen Jahr wohl behalten wieder zu sehen, zu hören und zu lesen :).

Fühlt euch umarmt und gedrückt,
eure Blogging-Bine

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