Mein absoluter Lieblingsnachtisch: Profiterole

Diese Leckerei zählt zu meinen absoluten Highlights unter den Nachspeisen, allerdings ist das Ganze etwas aufwendiger, so dass wir alle – leider – nur selten in den Genuss kommen.
Gott seid Dank bekommen wir ja noch ab und zu Besuch und das ist dann DIE Gelegenheit mal wieder ein paar Profiteroles zu machen. Geht allerdings auch nur, wenn meine Mädels mal eine halbe Stunde ins „schönste Spiel“ vertieft sind und ich mich klamm heimlich in die Küche schleichen kann, um den Windbeutel-Teig vorzubereiten. Da dieser eine „heikle“ Phase hat (wie ich das immer nenne) muss ich auch noch abwarten bis Nr. 4 ein Schläfchen hält und ich somit wirklich eine halbe Stunde „nur für mich“ habe :). Also alles in allem, eine kleine logistische Meisterleistung, bis ich überhaupt damit starten kann, den Teig vor zu bereiten.

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Nachdem ich mich also strategisch durchgearbeitet habe, stehe ich dann irgendwann endlich am Herd, um erstmal folgendes zu tun:

Zutaten Windbeutel:
1/4 l Milch
100 g Butter
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
150 g Mehl
4-5 Eier

  • Die Milch mit dem Fett, dem Vanillezucker und dem Salz in einen Topf füllen.
    Zum Kochen bringen und einmal aufkochen lassen.
  • Das Mehl auf einmal dazu schütten. Unter ständigem Rühren bei starker Hitze so lange „abbrennen“, bis sich ein großer Teigkloß bildet, der sich vom Topfboden löst (die heikle Phase also). Am Topfboden bildet sich dabei eine dünne weißliche Schicht.
  • Den Teig in eine Schüssel umfüllen und etwas abkühlen lassen. Nun die Eier nacheinander mit einem Rührlöffel in den Teig rühren. Immer zuerst ein Ei vollständig unterrühren, bevor man das nächste dazu gibt. Es werden so viele Eier unter den Teig gerührt, bis dieser relativ weich ist und beim Hochziehen mit dem Rührlöffel weiche Spitzen bildet.
  • Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Das Backblech mit Backpapier belegen.
  • Jetzt kann man den Teig entweder in einen Spritzbeutel geben und kleine etwa walnussgroße Tupfen auf das Blech spritzen oder diese mit zwei Teelöffeln herstellen.
  • Dabei darauf achten, dass die Tupfen nicht zu dicht sitzen (ca. 2 Fingerbreit dazwischen lassen), da der Teig Platz zum Aufgehen braucht.
  • Das Blech in den Backofen schieben und in etwa 20 Minuten goldgelb backen.
  • Die Windbeutel aus dem Backofen nehmen und einmal quer anschneiden, so dass man sie befühlen kann (wie ein Klappdeckel praktisch).

So das wäre geschafft. Das ist eigentlich auch schon der aufwendigste Teil, den man wunderbar morgens (falls die Rahmenbedingungen stimmen :)) vorbereiten kann.

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Wenn dann die Gäste dann erst mal da sind und man sich die Bäuche mit Vorspeise und Hauptgang so voll geschlagen hat und sich am liebsten auf die Couch legen würde, um den Gürtel zu öffnen, dann habe ich als Gastgeberin kurz Zeit aus den deutschen Windbeuteln, französische Profiteroles zu machen. Nun ja, bei uns kann man sich nach dem Essen nicht auf die Couch legen, da unsere Mädels meistens grandiose Spielideen haben, in die der Besuch, gleich dazu integriert wird. Zum Beispiel Purzelbäume schlagen oder durch das Wohnzimmer auf einem Bein hüpfen. Ganz wichtig ist dabei stets zu brüllen: „guck mal, was ich kann, guck mal, guck mal“…. Beim letzten Mal waren die Mädels jedoch gnädig mit unseren Freunden und haben sie „lediglich“ überredet mit ihnen ein paar Instrumente auszuprobieren, zumindest so lange, bis Mami ÄÄÄNDLICH fertig ist.

Also habe ich unter Flötengetöse und Gitarrengeschrubbe die Windbeutel mit kleinen Vanilleeiskugeln gefüllt und anschließend die Schokoladensoße darauf gepinselt.

Schokoloadensauce:
125 g Puderzucker
50 g Back-Kakaopulver
Wasser

Um ehrlich zu sein, bereite ich diese Sauce immer nach „Gefühl“ zu :), dabei ist das Mischverhältnis ca. 2/3 Puderzucker und 1/3 Kakaopulver. Und dann gebe ich ein paar Löffelchen Wasser hinzu, so lange, bis mir die Konsistenz gefällt. Dabei schön langsam vorgehen, da das Puderzucker-Kakao-Gemisch etwas Zeit braucht, bis es sich miteinander verbindet und eine Saucen-Konsistenz erhält. Tolle Beschreibung! Tut mir leid, aber der ein oder andere weiß vielleicht was ich meine… und der Rest darf sich gerne bei mir melden :).

So, voilá: fertig ist mein absoluter Lieblingsnachttisch! Und ein bisschen was her, macht er doch auch, oder?

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Wo ich gerade so darüber nachdenke… Nr. 1, 2 und 3 sind außer Haus und Nr. 4 schläft gerade, das ist ja DIE Gelegenheit…

 

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