Marmorkuchen mit Schokodrops

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Wir lieben Marmorkuchen! Obwohl er uns zeitweise schon zum Halse raushing 🙂 , haben wir ihn nun wieder neu für uns entdeckt. Ich glaube, ich war ungefähr 14 Jahre alt, als ich anfing, meine Liebe zum Backen zu entdecken. Losgelegt habe ich mit einfachen Rührkuchen aus dem Rezeptbuch der Tante meiner Mutter (war damals schon ein uraltes Backbuch 😉 ). Mit der Zeit, habe ich mich dann immer mehr getraut und nur ein Jahr später, gab es die erste, selbst gemachte Buttercremetorte, für meine geliebte Mami zum Muttertag.

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Leider habe ich dann, in meiner Studienzeit das Backen etwas vernachlässigt, doch vor einigen Wochen, habe ich meine alten selbst geschriebenen Rezeptbücher wieder entdeckt und eine Menge Spaß daran gefunden mich diesem Hobby neu zu widmen. Zugegeben, die Zeit und Muse – wie ich sie damals hatte  – steht mir im Moment nicht all zu oft zur Verfügung… und bis ich wieder mal eine Trüffeltorte mit selbst hergestellten Baiserböden zaubern kann, wird es wohl noch etwas dauern, ABER Rührkuchen, Apfeltarte und andere Leckereien, kann ich schon wunderbar mit meinen Kleinen zusammen zaubern. Davon abgesehen, ist es eine wunderbare Übung in GEDULD, auch für mich 🙂 .

Rezept (aus besagtem uraltem Backbuch)
500 g Mehl
250 g Zucker
250 g Butter
3 – 4 Eier
1 Päckchen Vanillezucker
1 Tl Backpulver
30 g Kakaopulver (ich nehme immer etwas mehr)
1/8 L Milch

und wer möchte: 
ein Päckchen Schokoladentropfen (oder wie meiner Kinder sagen: Schokodrops)
Rumaroma (dieses lasse ich im Moment noch weg, für’s Geschmäckle der Kinder)

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Die weiche Butter schaumig rühren und nach und nach den Zucker, den Vanillezucker und die Eier hinzugeben, bis sich die Zutaten schön miteinander vermengt haben (sage ich stets zu meinen Mäusen). Anschließend abwechselnd das mit Backpulver gemischte Mehl und die Milch unterrühren. „Man verwendet nur soviel Milch, das der Teig schwer reißend vom Löffel fällt“ (so zumindest vor 100 Jahren 🙂 ). Und zum krönenden Abschluss (das steht allerdings nicht im Originalrezept) rühre ich noch eine Packung Schokoladentropfen dazu.

Zu diesem Zeitpunkt sitzt Mausi Nr. 3 schon schwer in Mehl eingestäubt neben der Küchenmaschine und wird ganz unruhig, da der Zeitpunkt des „Probierens“ in greifbare Nähe rückt. Ich glaube das ist auch der einzige Grund, warum sie sich hat überreden lassen, mit mir zusammen in die Küche zu gehen… Egal, ich muss nehmen was ich kriegen kann 😉 .

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Aber weiter im Rezept: jetzt gibt man etwa 2/3 des Teiges in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Kastenform. Danach gibt man unter den restlichen Teig das Kakaopulver und etwas Milch, damit sich wieder eine „reißende“ Konsistenz bildet.

Für Mausi Nr. 3 gibt es nun kein halten mehr. ÄÄÄNDLICH ist der schokoladige Teil des Kuchens fertig und sie fragt im Sekundentakt, ob sie mal kosten darf. Geduld, Geduld, erst mal kommt der dunkle Teig auf den hellen Teig in die Kastenform, danach ziehen wir noch mit einer Gabel das Marmormuster (spiralförmig durch den Teig gehen) in den Kuchen und DANN, aber erst dann, darf meine Bäckerin einen Löffel Teig schlecken.

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Während ich damit beschäftigt bin, den Kuchen für 75 Minuten in den vorgeheizten Backofen (bei 160 Grad)  zu schieben, haben die größeren Schwestern spitz bekommen, dass wir einen Kuchen backen. Scheinbar sind ihre Alarmglocken auf Stufe eins geschaltet, denn innerhalb von Sekunden stehen sie in der Küche neben mir (zuvor waren sie ja „mitten im schönsten“ Spiel, bei dem Nr. 3 nur genervt hat) und fühlen sich TOTAL benachteiligt. Ok, ok, ok, natürlich bekommt ihr auch etwas… (sehr zum Ärger von meiner Bäcker-Assistentin, die ihre Lorbeeren nun dahin schmelzen sieht!)

Danach heißt es erst mal alle Backutensilien aufräumen und die Arbeitsplatte putzen. Und schwups! befinde ich mich plötzlich wieder alleine in der Küche und alle meine Helferlein haben sich aus dem Staub gemacht. Na ja, positiv denken, ich genieße kurz die Ruhe 🙂 . Kurze Zeit später, ist dafür Nr. 4 aus ihrem Schläfchen erwacht und hilft mir auf ihre Art in der Küche.

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Und ein paar Stunden später sitzen wir mit zwei Tassen Kaffee und vier Tassen warmer Milch am Tisch und genießen unseren Marmorkuchen mit Schokodrops.

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Mission erfüllt 🙂 .

2 Gedanken zu „Marmorkuchen mit Schokodrops

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