„Mein Leben fühlt sich leicht an…“

Dieser Satz hat mich beschäftigt… Denn vor drei Tagen, habe ich ein Interview mit NENA gesehen (diese Frau fasziniert mich ja immer wieder) und sie erzählte darin, von der Zeit mit ihrem ersten Kind, welches ja nur elf Monate gelebt hatte. Und gegen Ende dieses Interviews, sagte sie dann, dass sie leichte und wunderschöne Zeiten innerhalb dieser elf Monate hatte und dass jeder SELBST entscheidet, ob sich das Leben LEICHT oder SCHWER anfühlt. Wow! Was für ein Satz, habe ich gedacht. DSC05646 Und dieser Satz hat mich dann nicht mehr losgelassen. Mir fiel auf, dass ich mein Leben „eigentlich“ auch als leicht empfinde, als wunderschön, als Geschenk des Himmels. Ich habe das Gefühl von der Sonne geküsst zu sein und bin wirklich dankbar für die Freude und Liebe in meinem Leben. Und davon habe ich ja ganz schön viel 😉 . Ich kann manchmal selbst nicht glauben, dass ich jemanden an meiner Seite habe, der mich mit all meinen Macken – immer noch – liebt und zu mir steht, egal wie ich aussehe (Concealer, Concealer, ich sag’s ja immer wieder) oder mich gerade fühle. Ich meine, klar SEINE Macken sind auch nicht gerade ohne 😉 , und ich kann nicht leugnen, dass ich in meinem Kopfkino schon EINIGE – na sagen wir mal – Alternativpläne durchgegangen bin, inklusive aller strategischen Feldzüge, die mir kurzfristig innere Genugtuung verschafft haben. Aber dass wir uns trotz des wuseligen Alltags nicht aus dem Blick verloren haben und uns gegenseitig zum lachen bringen können, obwohl gerade alles zum Heulen ist… das lässt mein Herz nach wie vor ganz schön hüpfen. Doch warum schreibe ich „eigentlich“? Es ist paradox, denn obwohl ich vieles als Selbstverständlich, normal und somit für mich leicht empfinde, bekomme ich häufig zu hören (gerne in der Straßenbahn 🙂 ), dass ich ja „bestimmt sehr viel Arbeit habe und es ganz schön anstrengend ist, mir VIER Kindern“. Mmhhh, ja! Stimmt. Bestimmt. Oder doch nicht? Oder wie jetzt? Also, ich weiß es eigentlich auch nicht. Ja klar, ich habe viel zu tun und es gibt selten eine Pause zum Verschnaufen… Und ja, ich bin bestimmt, mindestens einmal am Tag genervt, weil die Dinge nicht so laufen, wie ich mir das gerade vorgestellt habe, aber geht es nicht jedem so? Egal wie viele Kinder man hat? Ist es deshalb gleich anstrengend und viel Arbeit??? Davon abgesehen, FÜHLT sich diese „Arbeit“ für mich oft auch schön an. Insbesondere, wenn meine Kleinen ihre Ärmchen um mich legen, mir sagen, wie lieb sie mich haben, mich drücken und kuscheln wollen. Wenn wir alle zusammen auf der Couch sitzen und zusammen ein Buch lesen oder ich wieder in den Friseursalon von Nr. 2 komme, um mir meine Haare schtailen zu lassen. Ausserdem fällt mir auf, wie sich manche Dinge ändern und dadurch einiges leichter wird. Denn Nr. 1 und 2 sind schon so selbständig und helfen immer mehr mit (also, wenn sie gut drauf sind). Und Nr. 3 und 4 sind noch ganz mit sich selbst beschäftigt und bringen mich damit, oft zum Lachen. Ich meine, ich will jetzt keine Lobhudelei über meine vier Ladies halten, denn jeder hier kennt ja auch all die anderen Geschichten… Doch diese bedingungslose Liebe meiner Kinder, dieses Gefühl, wenn sich die kleinen Händchen in meine eigenen legen und dieser kleine Mensch sein ganzes Vertrauen in mich legt und sich darauf verlässt, dass ich ihn sicher durch den Tag und das Leben führe… also ja, ich kann es eigentlich gar nicht beschreiben, so schön fühlt es sich an. DSC05595 Klar, machen diese Routinetätigkeiten wie Spülmaschine ein- und ausräumen, Wäsche waschen (Dauerzustand bei uns), putzen oder bügeln nicht wirklich viel Spaß (also um ehrlich zu sein: GAR KEINEN!), aber irgendwie gehören sie für mich dazu, mittlerweile genauso wie das Zähneputzen und Abschminken (ganz wichtig wegen des Concealers und so, Faltenvermeidung, weißte Bescheid)… Und auch die Streitereien, die vielen Widerstände meiner Damen und das ständige „zur Verfügung“ stehen, empfinde ich als anstrengend und nervig… Also doch viel Arbeit! Wollte ich wohl nicht wahrhaben, oder was? Doch bei diesem Gedankengang kam mir wieder dieser Satz in den Sinn :“ jeder entscheidet selbst, ob sich das Leben leicht oder schwer anfühlt“…  Ja, genau! Stimmt. Wieso entscheide ich eigentlich nicht für mich, dass auch diese Tätigkeiten und Verhaltensweise, eine gewisse Leichtigkeit bekommen? Das würde vieles doch in ein anderes Licht rücken…  Also das könnte ich mal versuchen und ausprobieren. Ich sehe mich schon beschwingt durch den Tag fliegen, die Spülmaschine ausräumend wie eine Feder, die Treppe hinunter schwebend zum Keller mit den Armen voller Wäsche. Und wenn meine lieben Kleinen, sich mal wieder, wegen ganz DRAMATISCHER Dinge in die Haare bekomme, dann gleite ich dazwischen und besänftige alle wieder 😉 . Nein, Spass bei Seite, aber je länger ich darüber nachgedacht habe, desto mehr bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass da was dran ist. Natürlich gibt es immer wieder Schicksalsschläge und anstrengende, schwere Zeiten, aber letztendlich, entscheide ich doch wirklich selbst, ob sich das Große Ganze, eher schwer oder eben leicht anfühlt. Ich habe mich jetzt mal für LEICHT entschieden… das gefällt mir irgendwie ;). Fühlt euch gedrückt, meine Lieben…

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