Das Sportstudio, meine Muskeln (welche Muskeln?) & Ich…

Soooo, allmählich kann ich wieder meine Arme und Beine bewegen, ohne innerlich ständig „Aua“ zu schreien…

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Seit Monaten schwirrt mir schon der Gedanke durch den Kopf, mich endlich wieder in einem Sportstudio anzumelden und zwar aus einem eher ungewöhnlichen Grund: mal wieder unter Leute zu kommen 😉 , ja ich weiss, das klingt ein bisschen komisch. Doch Mausi Nr. 4 war die letzten sechs Monate so häufig krank, dass sich mein „Ausgeh-Radius“ dadurch, nur noch auf Apotheke, Supermarkt und zu Hause beschränkt hat… Eine echte Katastrophe für mich! Na und da so ein Fitness-Center in der Regel ja eine kinderfreie Zone ist, fand ich es das passende Gegenstück zu meinem Mami-Leben…

Also habe ich mich die letzen Wochen erst mal mit verschiedenen Fitnessstudios beschäftigt, um dann doch wieder in dem Studio zu landen, in dem ich schon vor zehn Jahren trainiert habe… Doch hier stimmt einfach alles: Kursangebot, Preis-Leistungesverhälntis, Kinderbetreuung, Wellnessangebote und es liegt super zentral. Dennoch grauste es mir schon vor dem Anmeldegespräch, denn oftmals wird man ja so zugetextet über die Exklusivität des Studios und die noch exklusiveren Bedingungen. Doch ich habe Glück und der wahrlich gut aussehende Typ (allein dafür hat sich die Anmeldung doch schon gelohnt 😉 ) , babbelt gar nicht erst lange rum und so bin ich schon zwanzig Minuten später, stolze Besitzerin einer Mitglieds-Chip-Plastikkarte.

Weitere vier Tage später ist es endlich soweit – mein erster KURS, für den ich mich entschieden habe ,steht fest: deepWork!
Die Beschreibung klingt total ansprechend (athletisch, einfach, anstrengend, einzigartig und doch ganz anders als alle bekannten Programme) und ich freue mich auf die Herausforderung.  Also los, Abendessen mit den Kiddies, dann zack zack ins Bett mit den Kleinen, denn MUDDI muss heute pünktlich um 19:30 Uhr das Haus verlassen, aber Papa wird euch noch ein bisschen bespaßen. Den Plan finden meine Mädels natürlich doof, denn Mami ist doch IMMER abends zu Hause („jaaaaa eben, das ist ja das Problem“ denke ich), doch heute wird nicht diskutiert.
Ich packe schnell mein Sporttäschchen und stecke noch Handtuch, Duschlotion und eine Zeitschrift ein, da mir siedend heiß einfällt, dass ich ja anschließend noch ins Dampfbad gehen kann und mir somit einen richtig schönen Wellnessabend gönne. Herrlich.

Ui, ich bin ein bisschen aufgeregt und komme gerade noch pünktlich am Kursraum an. Die Tür geht auf und ich beobachte aus den Augenwinkeln, was die anderen Teilnehmer so machen, damit nicht auffällt, dass ich keinen blassen Schimmer habe, was mich hier erwartet. Ich schnappe mir also eine Matte (wie all die anderen) und platziere diese im Raum. Allerdings werde ich direkt darauf aufmerksam gemacht, dass ich bitte etwas zur Seite rücken soll, da man hier viiiiiel Platz benötigt. Oha, na da bin ich mal gespannt. Und dann geht es auch schon los. Die Kursleiterin erklärt noch schnell, dass jeder in seinem Tempo arbeiten kann, was mir sehr gelegen kommt. Wir wärmen uns auf und ich bin so froh, dass ich hin und wieder vor dem DVD Player ein paar Übungen gemacht habe, denn einiges davon ist auch hier integriert. Ach, ich fühl mich toll. Nach fünf Minuten wird die Musik voll aufgedreht und ich habe das Gefühl in einem Deep-House-Club gelandet zu sein; der Bass vibriert nur so durch meine Körper. Die Geschwindigkeit der Übungen zieht merklich an und ich bereue zutiefst, dass ich beim Abendessen so herzhaft zugeschlagen habe. FEHLER!
Es ist doch anstrengender als beschrieben. Nach zwanzig Minuten bin ich eigentlich schon fertig mit der Welt, doch DIE Blöße will ich mir jetzt auch nicht geben! Ich schiele nach rechts und links, um zu sehen, ob es vielleicht noch jemanden gibt, der auch schon ausser Puste ist, mhhhhh sieht aber irgendwie nicht so aus. Durchhalten ist angesagt. Also mache ich weiter, allerdings schon deutlich langsamer als zu Beginn. Mist, die Kursleiterin hat’s gesehen und kommt schnurstracks auf mich zugelaufen. Da ich ja neu bin, zeigt sie mir die Übungen DIREKT an meiner Matte und ich bemühe mich, irgendwie mitzuhalten. Nach weiteren 10 Minuten (immerhin schon eine halbe Stunde geschafft) ist mein Kreislauf TOTAL am Ende und ich muss lachen! Denn vor ein paar Wochen, habe ich meinen Bruder noch ausgelacht, als er mir erzählt hat, dass er sich nach einem Sport-Workshop mit zwei anderen Teilnehmern übergeben musste, da das Training so hart war. JETZT kann ich ihn verstehen, denn irgendwie spüre ich meinen Magen und bin von nun an hoch aufmerksam, meine Tagesration an Essen IN mir zu behalten… Höchschte Konzentration, also! Noch fünfzehn Minuten, ich muss es schaffen, ich will durchhalten, koste es was es wolle 😉 .

Cool down! Diesen Teil des Kurses finde ich wunderschön und ich liege völlig erschöpft – aber auch ein bisschen glücklich – auf der Matte und ENTSPANNE! Besser gesagt: alles liegt schlaff an mir herunter. Ich habe es geschafft, irgendwie, auch wenn ich gegen Ende mehr rumhing, als mich zu bewegen. Mit hoch rotem Kopf eiere ich zurück zur Umkleidekabine und verwerfe ganz zackig mein Dampfbad-Welness Programm, das ich mir soooo schön ausgemalt hat. Ich will nur noch unter die Dusche und dann ab auf die COUCH. Und dort werde ich dann gaaaaaaanz lange liegen bleiben…

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Ich wusste es doch: Sport ist Mord 😉

3 Gedanken zu „Das Sportstudio, meine Muskeln (welche Muskeln?) & Ich…

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