Buttercremetorte – ein Highlight unter meinen Rezepten

Heute habe ich ein ganz besonderes Rezept für euch, dass ich bisher eigentlich nur für einen einzigen Menschen gebacken habe – einen ganz besonderen Menschen in meinem Leben. Meine MAMI. Sie liebt Buttercremetorte und so habe ich ihr mit 18 Jahren, zum ersten Mal, zum Muttertag eine selbst gebackene Torte geschenkt. Und seitdem, habe ich sie damit immer mal wieder überrascht, so auch vor ein paar Wochen zu ihrem Geburtstag. Ich hatte lange überlegt, womit ich ihr eine Freude machen könnte, bis mir wieder dieses Rezept einfiel. Die Torte ist eigentlich nicht schwer herzustellen, aber sie braucht viiiiiel Zeit 🙂 . Und obwohl ich ZEIT nicht gerade im Überfluss habe, wollte ich sie unbedingt überraschen und ihr ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Ich meine, es gibt eigentlich kein Geschenk auf der Welt und auch zu wenige Worte, die vermitteln könnten, wie dankbar ich meiner Mami bin, für all die Zeit, die Geduld und die Liebe, die sie mir geschenkt hat und immer noch schenkt. Und obwohl wir zwei schon immer ein inniges Verhältnis zueinander haben, so ist mir erst durch meine eigenen Kinder bewusst geworden, wie liebevoll und großherzig ich aufgewachsen bin. Vielen Dank dafür, liebe Mami 

Nun, die Buttercremetorte kann diese Gefühle auch nicht wirklich vermitteln, doch immerhin ist sie ein süßes Geschmackserlebnis, dass die Süße meiner KINDHEIT ganz gut wieder spiegelt 😉 .

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So, jetzt geht es aber los. Das Rezept ist übrigens (genau wie der Marmorkuchen) aus dem über einhundert Jahre alten Backbuch meiner Großtante…

Auf geht’s:

Zutaten für den Biskuitboden:
3 Eier
3-4 Eßl warmes Wasser
150 g Zucker
1 Päckchen Vanille Zucker
100 g Weizenmehl
100 g Speisestärke
9 g Backpulver

ODER –> wenn es schnell! gehen muss –> den Biskuitboden beim Bäcker/ im Supermarkt kaufen 🙂 … geht auch.

Für die Buttercreme:
1 Päckchen Pudding-Pulver (Vanillegeschmack)
75 – 100 g Zucker
1/2 L Milch
200 g Butter

Füllung:
rote Marmelade

Für den Rand:
1 Tl Butter
50 g Haferflocken
25 g Zucker

Für den Teig das Eigelb mit dem Wasser mit einem Schneebesen schaumig rühren und nach und nach 2/3 des Zuckers mit dem Vanillezucker dazu geben. Danach schlägt man so lange, bis eine cremige Masse entstanden ist. Das Eiweiß wird zu steifem Schnee geschlagen. Anschließend gibt man unter ständigem Rühren, nach und nach den Rest des Zuckers dazu. Der Eischnee muss so fest sein, dass ein Schnitt mit dem Messer sichtbar bleibt. Der Schnee wird auf die Eigelbcreme gegeben, darüber wird das mit Speisestärke und Backpulver gemischte Mehl gesiebt. Alles vorsichtig untereinander ziehen (nicht rühren) und im Anschluss in eine mit Backpapier ausgelegte Springform füllen. Der Teig muss sofort bei 160 Grad (Umluft) für 35 Minuten gebacken werden.

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Am besten ist es den Boden erst einen Tag später zu verwenden, dann lässt er sich besser teilen.

Für die Buttercreme werden das Puddingpulver und der Zucker mit 6 Eßl von der Milch angerührt. Die übrige Mich zum Kochen bringen, dann von der Kochstelle nehmen und das angerührte Puddingpulver einrühren. Noch mal kurz aufkochen lassen. Damit sich keine Haut bildet, muss der Pudding während des Erkaltens häufig umgerührt werden.
Währenddessen das Fett schaumig rühren. Den erkalteten Pudding nun löffelweise unterrühren (darauf achten, dass weder Fett noch Pudding zu kalt sind, da sonst die Gerinnung eintreten kann), bis man eine schöne Buttercreme hat.

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Jetzt wird der Tortenboden zweimal durchgeschnitten (knifflig, aber machbar 😉 ). Der unterste Boden wird dünn mit Marmelade (ich verwende immer Himbeere) und dann mit einem Viertel der Buttercreme bestrichen. Anschließend legt man den zweiten Boden darauf, bestreicht diesen wieder zuerst mit Marmelade und dann mit der Hälfte der verbleibenden Creme. Zum Schluss bedeckt man mit dem dritten Boden die Torte. Der Rand und die obere Seite werden dünn und gleichmäßig mit Buttercreme bestrichen.

Jetzt fehlt nur noch der Rand. Hierzu werden die Haferflocken in der Butter unter ständigem Rühren leicht gebräunt. Zum Schluss rührt man den Zucker darunter und lässt diesen etwas mit bräunen. Der Rand der Torte wird mit den erkalteten Haferflocken bestreut.

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Und dann darf nach Lust und Laune verziert werden.

Meine Lieben, ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken und hoffe, dass auch ihr solch einen besonderen Menschen in eurer Kindheit hattet.

Fühl euch gedrückt und genießt den Tag…

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