Was für eine Nacht… von Einbrecher bis Schockstarre war alles dabei

Ich liebe den Sommer und generell macht mir auch die Hitze nicht all zu viel aus. Bis auf die NÄCHTE… Denn wenn es nachts, nicht richtig abkühlt und wir sozusagen in saunaähnlichen Verhältnissen schlafen müssen, dann wird es für mich stets ungemütlich. Noch nicht mal so sehr wegen der Wärme, ABER meine Kleinen schlafen dann leider wesentlich unruhiger, rufen öfter in der Nacht und wachen unglaublich früh auf! Insbesondere Nr. 4. Seit neuestem glaubt sie, dass HALB FÜNF  eine durchaus akzeptable Uhrzeit ist, damit ich ihr ein Frühstück zubereite. Ich sehe das leider anders, doch ich bin ja bemüht, das Positive in solch einer Situation zu suchen und stelle fest, dass es sich um diese Uhrzeit wenigstens herrlich lüften lässt. Das ist aber auch schon alles, was ich finden kann.

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Wie dem auch sei, die letzte Nacht war der krönende Abschuss einer vier-nächtigen-Reise-durch-unser-Haus. Auf Grund meines Schlafmangels der letzten Tage, schlummere ich bereits gegen 21:00 Uhr auf der Couch vor mich hin. Mein geliebter Tatort läuft nebenher weiter, doch ich schaffe es partout nicht, die Augen auf zu behalten. Irgendwann, gegen Viertel nach zehn Uhr, schleppe ich mich nach oben, putze noch kurz die Zähne und lasse mich dann ins Bett fallen. Bereits fünf Minuten später, höre ich schon, wie Nr. 2 sich im Bett wälzt… Oh je, das ist ein schlechtes Zeichen, denn in der Regel dauert es dann keine Stunde mehr, bis Madame sich in unser Schlafzimmer schleicht und es sich auf Papa’s Seite gemütlich macht. Ich bleibe also in Hab-Acht-Stellung, doch irgendwie passiert nichts und so schlafe ich selig ein und freue mich, dass ich es heute endlich mal sooo früh ins Bett geschafft habe.

Doch PLÖTZLICH – mitten im ersten Tiefschlaf – höre ich Geräusche. Jemand läuft im Haus umher! Oh mein Gott: Mir läuft es eiskalt den Rücken hinunter und mein ganzer Körper ist wie gelähmt. Ich gucke auf die Uhr: 1:10 Uhr. Um diese Uhrzeit schlafen meine Kinder tief und fest, somit ergibt meine nächtliche Checkliste, dass es schon mal nicht meine Mädels sein können, die da durch’s Haus spazieren. Blitzartig schießen mir Aktenzeichen XY-Geschichten durch den Kopf: Sommerzeit –> viele lassen die Fenster gekippt oder gleich ganz geöffnet –> ein gefundenes Fressen für Einbrecher –> auch unsere Fenster sind gekippt –> aber der Rolladen ist doch zu??? –> es hat uns also erwischt… Jetzt höre ich zusätzlich noch ein Flüstern, weiterhin Schritte, doch ich kann diese nicht zuordnen. Mein Körper ist immer noch in einer SCHOCKSTARRE. Dann knistert es auch noch und ich bin fest überzeugt, dass wir Einbrecher im Haus haben. HILFE! Ich habe weder ein Messer, noch ein Telefon, noch sonst irgendetwas zur Hand, das ich zur Verteidigung benutzen könnte, davon abgesehen, dass sich mein Körper nicht bewegen lässt und ich am liebsten unters Bett kriechen möchte… In solchen Momenten verfluche ich den Job meines Mannes… Unter das Bett zu krabbeln kommt ja ohnehin nicht in Frage, schließlich muss ich ja meine Kinder beschützen!
Ach her je, jetzt geht das Geraschel wieder los. Ich schaffe es endlich, wenigstens meinen Mund zu bewegen und stelle die äußerst intelligente FRAGE: „was ist da los?“ Ich verharre und bin auf das Schlimmste gefasst.
Doch prompt kommt eine ANTWORT: „Mir ist so heiß und da hat Nr. 1 gesagt, ich soll mir aus einem Blatt Papier einen Fächer basteln und mit diesem dann hin und her wedeln. Aber es bringt gar nichts, Mami.“

Mir fehlen zunächst die Worte, denn ich war ja so auf den Einbrecher fixiert, dass ich die eben gehörten Worte von Nr.2, gar nicht in meinen Kopf bekomme. Aber mein Mund ist schneller und fordert jetzt zur RUHE auf. Es ist schließlich ein Uhr nachts und da werden keine Fächer gebastelt!

Ich brauche noch gut eine Stunde bis ich wieder einschlafen kann, denn mir sausen nach wie vor wilde Gedanken durch den Kopf. Doch der nächste Einsatz lässt nicht lange auf sich warten 🙂 . Nr. 4 ist aufgewacht und schreit! Aber dieses Geräusch kenne ich wenigstens… und so tappe ich total müde, aber tapfer durch’s Haus, um Mausi wieder zu beruhigen.

Aber hey, sehen wir es positiv 🙂 , ich habe zwar äußerst wenig geschlafen und beim Aufwachen noch ziemlich wirre Bilder im Kopf, doch als ich die Geschichte morgens meinem Mann erzähle, muss ich mit ihm lachen, denn einfallsreich sind sie ja, unsere Mädels…

In diesem Sinne meine Lieben, wünsche ich heute allen Mami’s und Papi’s eine geruhsame Nacht – und solltet ihr wiedererwartend doch das Bett verlassen müssen… Ich bin bei euch 🙂

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