Rückreise aus dem Urlaub mit Überraschungseffekt…

Meine Lieben, ich kann selbst nicht glauben, wie lange ich nicht mehr geschrieben habe, doch irgendwie hänge ich fest zwischen Materiallisten aus der Schule, Vorbereitungen für die Einschulung von Nr. 2 und der morgendlichen Tragödie von Nr. 3, die nun nicht mehr in den Kindergarten möchte… Sie hat beschlossen nun auch in die Schule zu gehen!, schließlich ist sie doch sooooo schlau 😉 . Aber dazu ein anderes Mal.

IMG_0059

Auf jeden Fall habe ich euch sehr vermisst und „to do-Listen“ hin oder her: ab jetzt wird wieder gebloggt. Jippieh.
Und ich dachte, ich beglücke euch mal direkt mit einer kleinen Geschichte aus dem Urlaub (also eher dem letzten Tag des Urlaubs), das hebt doch sofort die Stimmung, allein schon wegen der schönen Erinnerungen an Sonne, Strand und Meer. Herrlich.
Nicht ganz so herrlich verlief allerdings unsere Rückfahrt vom Hotel zum Flughafen…

Um 7:20 Uhr sollten wir mit dem Bus aus dem Hotel abgeholt werden, uff ganz schön früh. Das bedeutete also, dass wir spätestens um 6:30 Uhr aufstehen mussten, anziehen, Zähne putzen, frühstücken, noch mal auf die Toillette und dann die Koffer schnappen und in der Lobby warten. Meine Pläne sind eigentlich immer ganz gut, allerdings gibt es mittlerweile so viele „Unbekannte!“ in meiner Rechnung, dass diese Pläne nur noch der groben Orientierung dienen (so weit ist es schon mit mir gekommen).

DSC09022
Das Wecken meiner Kinder an diesem Tag, war schon eine mittlere Katastrophe, da wir die gesamte Urlaubszeit über spät ins Bett gegangen waren und somit auch lange geschlafen hatten. Also ICH natürlich nicht, da Nr. 4 so freundlich war, ihren Schlafrhythmus nur minimal nach hinten zu verschieben. Aber Morgenstund hat Gold im Mund und so konnten Mausi und ich stets ein ruhiges Frühstück und tolle Spaziergänge am Strand genießen. „Erzwungene Qualitätszeit“ sozusagen.
Doch wieder zurück zur Abfahrt… mit viel Gegrummel waren wir irgendwie im Frühstücksraum gelandet, doch um diese frühe Uhrzeit hatten meine Ladies natürlich noch keinen Hunger. Diesen Punkt hätten wir uns also sparen können, doch MEINE Mami hat mir beigebracht, dass man seinen Tag stets mit einem Frühstück starten sollte und sei es auch noch so klein. Und diese Klugheit gebe ich doch gerne weiter und überrede meine Mädels, wenigstens einen Kakao zu trinken. Nr. 4 bekommt ihre Milch, wie jeden Morgen und ich flitze durch das Buffet, um ein paar Brötchen für den Flug zu belegen. Denn auf dem Hinflug war unsere Fluggesellschaft so nett, uns für einen viereinhalb stündigen Flug mit einer EINZIGEN WAFFEL zu bedienen! Ich meine, ich erwarte ja gar kein warmes Essen oder Menu oder so, denn bereits letzten Jahr, wurden wir darauf hingewiesen, dass für diese Flugstrecken nur noch Sandwiches gereicht werden, dafür konnte dementsprechend der Flugpreis gesenkt werden (wovon ich übrigens nichts mitbekommen habe, aber ich bin ja auch nur ein einfacher Endverbraucher…). Doch zwischen Sandwiches und einer Waffel liegen dann doch Welten für mich! Glücklicherweise hatte ich noch Müslirigel, Salzstangen und Co in meinem Bordgepäck und konnte somit aufstocken. Und da wir ja mit genau DIESER Fluggesellschaft (immerhin doch die Chartermaschinen der Lufthansa) auch wieder zurück fliegen sollten, wollte ich diesmal besser vorbereitet sein und habe dementsprechend viiiiiiele Brötchen geschmiert.

IMG_0239

Die Zeit an solch einem Morgen rast irgendwie ganz schön dahin und ruck zuck, war es viertel nach sieben und wir mussten unsere Rucksäcke und Koffer schnappen, um los zu düsen. Und da kam auch schon der Bus. Während Papa mithalf unser Gepäck zu verstauen, bin ich mit den Mädels schon mal in den Bus gestiegen, der schon recht voll war. Also sind wir nach hinten durchgelaufen, damit wir beieinander sitzen konnten. Und los ging es. Wir winkten noch mal dem Hotel zu und bewegten uns auf der Gefühlsebene zwischen „Abschied vom Sommerurlaub“ und „Vorfreude auf zu Hause“, stets eine komische Mischung. Ich persönlich war froh, schon mal den ersten Schritt geschafft zu haben. ALLE Mann im Bus, inklusive Gepäck!

Die Fahrt zum Flughafen dauerte meistens eineinhalb Stunde (wir waren ja schon ein paar Mal auf dieser Insel) und diesmal fuhren wir wirklich viele Hotels an und somit wurde der Bus knallvoll. Nr. 1, 2 und 3 waren noch ziemlich verschlafen und hingen mehr auf ihren Sitzen, als dass sie saßen, Nr. 4 und ich schauten aus dem Fenster und Papa hing wohl seinen Gedanken nach. Schön…

DSC08974
Nach ungefähr einer halben Stunde Fahrt, kam dann doch der erste Hunger bei meinen großen Mädels und ich gab Nr. 4 schnell an Papa, eine Reihe vor mir, damit ich besser durch meine Taschen wühlen konnte. Gerade angefangen, hörte ich nur noch einen Schrei von Papa und ungewöhnliche Geräusche von Nr. 4… ACH HERRJEMINE!!! Mein kleines Hascherl hatte sich übergeben und die komplette Milch & Co über Papa und sich selbst ergossen. Ich war fassungslos, doch der bestialische Gestank nach Milchsäure holte mich blitzschnell zurück in die Realität. Ich schnappte mir die große Packung Feuchttücher und fing an den Boden zu wischen. Doch das Ausmass der Katastrophe wurde mir erst klar, als ich meinen Mann und mein Töchterlein von vorne sah… Alles war voll. T-Shirt, Hose, Schuhe, Body, Sitze, Treppen, ja sogar eine Frau, die eine Reihe schräg weiter vorne saß, hatte etwas abbekommen. Am schlimmsten war jedoch der Gestank! Selbst nach so vielen Erfahrungsjahren, kann ich meinen eigenen Würgereiz nur schwer unterdrücken.

IMG_0169

Nun ja, ich wischte und wischte und der hintere Teil des Busses war mittlerweile sauberer als vorher und besagte betroffene Frau, verteilte überall Sagrotan, um den Geruch ein wenig einzudämmen. Denn ihr selbst wird extrem schlecht, wenn sich jemand übergibt  – wie sie mir freundlicherweise mitteilte… Es war mir soooo unangenehm! Doch für meinen Man war alles noch viel schlimmer, denn er badete ja förmlich in diesem Milchsäuregeruch. Der Arme. Er selbst konnte gar nicht fassen, dass ich solch ein Gespür für Timing besaß, da ich ja ausgerechnet kurz vor beschriebenem Unglück, mein Töchterlein an ihn überreicht hatte… Das muss wohl irgendwie intuitiv passiert sein, ich kann mir das auch nicht erklären.

Immerhin, für Nr. 4 hatte ich glücklicherweise Wechselklamotten in meiner Tasche, so dass ich Mausi einmal kurz abwaschen konnte (Feuchttücher sind halt doch das A und O), um sie dann in frische Kleider zu stecken. Bei Papa war das leider nicht ganz so einfach 😉 . Jetzt hieß es flach atmen und durchhalten! Mein Mäuschen war wohl ziemlich erschöpft von alledem, so dass sie erstmal einschief und selig vor sich hin schlummerte. Gott sei dank. Denn durch meinen Kopf rasten schon so Bilder wie Magen-Darm-Infekt –> keine Vomex parat –> wischen, wischen, wischen –> katastrophaler Rückflug…

IMG_0108

Nach einer seeeehr übelriechenden weiteren Dreiviertelstunde Busfahrt, kamen wir dann endlich am Flughafen an und die Türen gingen auf. Jeder stürmte raus, um endlich wieder „frische“ Luft einatmen zu können. Verständlich. Das Gedränge am Gepäckraum des Busses war riesig, da jeder so schnell wie möglich einchecken wollte. Wir hingegen, öffneten erst mal unsere Koffer, verstauten die vollgespuckten Sachen im Wäschekoffer (zum Glück, hatte ich ein paar Plastiktüten dabei, so dass der Geruch sich nicht all zu sehr ausbreiten konnte) und mein Mann, durfte sich erst mal KOMPLETT neu einkleiden – natürlich alles VOR den Türen des Flughafens… Ich denke wir haben einen sehr fragwürdigen Anblick abgegeben für all die anderen ankommenden Rückreisenden an der Bushaltestelle, doch mit Kindern lernt man ja solche Peinlichkeiten irgendwie wegzustecken. IRGENDWIE halt 🙂

Mausi Nr. 4 ging es auf jeden Fall wieder blendend und so setzten wir unsere Rückreise frisch umgezogen und eine Packung Feuchttücher ärmer weiter fort. Glücklicherweise war dieser Start kein schlechtes Omen für weitere Überraschungen.

IMG_0076-2

Und stellt euch vor, auf dem Rückflug, gab es sogar ein ganzes Sandwich-Paket! für die Flugzeit. Mit ZWEI Sandwiches, einem Getränk und einem Schokoriegel! Im Zuge des verkorksten Morgens, war dies eine tolle Überraschung, da wir jetzt doch alle etwas Hunger hatten 😉 .
Und was lerne ich daraus für’s nächste Mal? –> Keine Milch am Morgen und NIE wieder in der letzten Reihe im Bus sitzen!
Das ergänze ich jetzt gleich mal auf meiner Urlaubscheckliste 🙂

Also meine Lieben, da der Rest unseres Urlaubs aber wirklich traumhaft war, habe ich meine Geschichte mit schöneren Bildern untermalt, die überhaupt nicht zum Thema passen. Aber ihr schafft das schon, da bin ich mir sicher 😉

Fühlt euch gedrückt, ich freu mich, dass es euch gibt,
eure Blogging Mom

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s