Die Vorbereitungen zu einem leckeren Schocko-Nuss-Kuchen, laufen leider ganz anders als gedacht…

Ach her je, die Zeit saust nur so an mir vorbei und ich stelle voller Schrecken fest, dass ich schon eine Ewigkeit nicht mehr hier war… Katastrophe.

Aber es liegt nicht an mir, ich schwöre. Alle anderen sind schuld! Meine Kinder, weil sie eine Krankheit nach der nächsten nach Hause schleppen und ich ständig Krankenschwester spielen darf. Und die Schule nervt auch! Sooooo viele Hausaufgaben und meine Kinder irgendwo zwischen drin. Die Lehrer dort auch ständig krank und somit haben die Mäuse mehr Vertretungsstunden als sonst was! Ich selbst kann dafür wieder das 1×1 aus dem ff und bin in Herbstgedichten fitter als je zuvor! Aber zu all diesen Dingen, komme ich lieber ein andere mal 😉 ….

Widmen wir uns heute lieber etwas Erfreulichem. Einem super leckeren Nuss-Schokoladen Kuchen, lecker, leicht, luftig und vor allem, kann man diesen Kuchen sowohl bei den Hausaufgaben als auch während einer Krankheit verspeisen (also ausser natürlich dem Magen-Darm-Infekt, da kommt das nicht ganz so gut an, glaube ich). Das ist doch mal was.

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Wie es zu diesem Kuchen kam ist übrigens auch eine schöne Geschichte. Unser Papa hatte Geburtstag (an einem Sonntag) und als Überraschung wollten die Mädels und ich ihm diesen Kuchen backen. Glücklicherweise kam mein Mann erst nachmittags nach Hause, so dass wir genügend Zeit haben würden für die Vorbereitungen, juchhu. Dachte ich zumindest! Pünktlich um 6:00 Uhr morgens singt mein Wecker (besser bekannt als Nr. 4) ein Stockwerk tiefer laut und fröhlich los und ich sause aus dem Bett, damit nicht gleich die ganze Mannschaft aufwacht. Doch zu spät. Nr. 3 (die ja zusammen mit Nr. 4 in einem Zimmer schläft) murmelt auch schon vor sich hin und kommt aus dem Bett gekrochen, um mit mir gemeinsam ins Wohnzimmer zu schleichen. Immerhin schlafen Nr. 1 und 2 noch tief und fest und es gibt Chancen auf immerhin zwei ausgeschlafene Kinder. Wie jeden Morgen, mache ich eine Milch warm für meine zwei kleineren Mäuse, doch Nr. 3 hat heute keine Lust. Sie kuschelt sich lieber mit mir zusammen auf die Couch (was übrigens total ungewöhnlich ist), während Nr. 4 in ihrem morgendlichen Fitnessrausch auf dem Bobby Car durchs Wohnzimmer düst. Doch irgendetwas stimmt nicht mit Nr. 3!
Mein Kopf ist jedoch voll von Geburtstagsvorbereitungen. Die Mädels haben Bilder gemalt, die wir noch schön verpacken möchten und meine eigenen Geschenke sehen leider auch noch nicht präsentabel aus. Und den Kuchen wollen wir ja auch noch backen. Doch in diesem Moment rumort und würgt es neben mir auf der Couch und mir ist blitzschnell klar, warum Nr. 3 heute so komisch ist… MAGEN-DARM-INFEKT! So ein Scheibenkleister! Was für ein Timing. Mist! Wir sausen zur Toilette und versuchen das Schlimmste zu verhindern, doch der Weg bis dorthin ist leider etwas länger… Zum Glück hat Mausi heute Morgen ihre Milch NICHT getrunken, so dass sich der Geruch in Grenzen hält. Dann heißt es putzen, putzen, putzen, alles mit Sakrotan einsprühen, Eimer und Handtücher aus dem Keller holen, die kleine Mausi von der Toilette abholen, zurück auf die Couch verfrachten und ein Kirschkernkisschen zur Beruhigung vorbereiten. Nr. 4 findet das alles TOTAL spannend und kann kaum ihre Finger von Eimer und Co lassen. Zu allem Überfluss sind nun auch Nr. 1 und 2 aufgewacht. Toller Sonntagmorgen. Es läuft so richtig entspannt!

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Meine Geburtstagsvorbereitungen rücken in weite Ferne und den Tisch, den wir reserviert hatten, um abends schön Essen zu gehen, kann ich schon mal absagen… Ich werde aus meinen Gedanken gerissen, denn Nr. 3 ruft schon wieder und braucht meine Hilfe, doch beim zweiten Mal läuft wenigstens alles in den Eimer und ich spare mir schon mal das Putzen! Das ist doch schon ein Lichtblick.
Irgendwie rät mir meine Intuition mich auf die Suche nach unserem Vomex-Sirup zu machen, doch ich stelle voller Schrecken fest, dass unser Medikamentenschrank genau in diese Hinsicht eine LÜCKE hat. Hä? Verstehe ich gar nicht! Solche Dinge habe ich IMMER im Haus. IMMER. Auch das noch! Jetzt kann ich nur noch hoffen, dass die Notfall-Apotheke um die Ecke ist, so dass ich Nr. 1 dort hin schicken kann. Leider Fehlanzeige! Ich kann aber unmöglich aus dem Haus, da Nr. 3 sehr unberechenbar ist und Nr. 4 die Sachlage völlig falsch einschätzt. Was tun?
Als allererstes verfrachte ich Nr. 4 ins Kinderzimmer nach oben und Nr. 1 bekommt die ehrenvolle Aufgabe, sich um Nr. 4 zu kümmern. Nr. 2 soll schnell ihre Gummistiefel anziehen (denn es schüttet natürlich in Strömen) und unsere Nachbarn abklappern, in der Hoffnung ein bisschen Medizin zu finden. Dabei stelle ich fest, dass wir alle ja noch im Schlafanzug sind und die Uhr erst 9:15 anzeigt! Egal, Jacke drüber, Augen zu und durch! Und jaaaaaaa, endlich haben wir Glück. Unsere geliebten Nachbarn haben eine nagelneue Vomex-Flasche, es erscheint ein Lichtchen am Ende des Tunnels 🙂 .

In dem Moment legt meine kranke Mausi auch schon wieder los und nach Eimerentleerung und Bemutterung, verabreiche ich ihr endlich, die hart erkämpfte Medizin. Da ich bei diesem Medikament stets ein bisschen vorsichtig bin, gebe ich nie die volle Dosierung, die für dieses Alter vorgeschrieben ist, damit ich den Verlauf der Krankheit, besser im Auge behalten kann.
Vor lauter lauter, habe ich übrigens völlig vergessen, endlich mal ein Frühstück zu machen. So richtig Hunger hat zwar keiner unter diesen Umständen, aber der Rest von uns Mädels ist ja bisher noch gesund…

Und während ich so alles vorbereite ist  meine arme kleine Mausi doch tatsächlich eingeschlummert! Zack schießt es mir durch den Kopf, dass dies wohl eine der wenigen Gelegenheiten sein wird, doch noch einen Kuchen zu backen und ein bisschen Geburtstagsstimmung zu zaubern. Also schrubbe ich meine Hände und putze noch mal alle Oberflächen, da ich unter diesen Umständen eigentlich nicht so gerne backe… Und während ich mit der Rührmaschine in der Hand alle Zutaten zusammen mixe, frühstücken meine zwei Großen mit der Kleinsten gemütlich am Esstisch, also doch ein bisschen Sonntagsfeeling.

Kaum ist der Kuchen jedoch im Backofen, legt Nr. 3 wieder los (allerdings das letzte Mal) und ich frage mich, ob es nicht doch besser gewesen wäre, wenn ich mehr Vomex in sie hinein getröpfelt hätte 🙂 . Ich schreibe meinem Mann lieber mal eine sms und informiere ihn, dass seine Geburtstagsgesellschaft etwas lädiert ist und es fast besser wäre, wenn er sich mit den gesunden Töchtern einen schönen Ort suchen würde, an dem sie den Kuchen in Ruhe essen können. Man wird ja flexibel, dank der Kinder…

Und stellt euch vor, kaum hat die Spuckerei ein Ende gefunden, hat meine kleine Schnecke doch tatsächlich eine allergische Reaktion bekommen und fängt an sich am gesamten Körper zu jucken…. Es bleibt einem aber auch wirklich nichts erspart.

So meine Lieben, das Rezept werde ich jetzt aber in einem neuen Beitrag schreiben, das ist sonst ziemlich unfair dem tollen und wirklich leckeren Schuko-Nuss-Kuchen!
In diesem Sinne, wünsche ich euch einen wunderschönen Start in die Woche und drücke die Daumen, dass die erste Krankheitswelle bald ein Ende hat 🙂

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