Mein schönes Feierabendbierchen… dahin, einfach dahin!

Einmal in der Woche gehen Mausi Nr. 4 und ich zum Großeinkauf. Das allein ist schon ziemlich anstrengend, denn Nr. 4 hält nicht viel davon, brav und ruhig im Einkaufswagen zu sitzen und sich die Produkte in den Regalen anzusehen… Nein, Mausi findet es viel lustiger ein bisschen mitzumischen! Insbesondere bei GLASPRODUKTEN, die haben es ihr angetan. Nun ja, mittlerweile habe ich ein ausgeklügeltes System der Bespaßung und Verfütterung entwickelt, das exakt eineinviertel Stunden dauert, danach wird es kritisch;). Das heißt, wenn ich jemanden treffe und mich kurz unterhalten möchte… dann habe ich schon relativ schlechte Karten, den Einkauf bis zum Schluss durchzuhalten. So gesehen, stehe ich stets, latent unter Strom bei unseren Einkaufsvormittagen und mache drei Kreuze, wenn wir ohne größere Schreiallüren und „alles aus den Regalen Rausziehattaken“ wieder aus dem Supermarkt kommen.

Doch diesmal hatten wir es geschafft. So gerade zwar, aaaaaaber geschafft. Sogar inklusive Getränke und eines Sixpacks meines geliebten Feierabendbierchens (wobei mein Mann stets betont, dass es sich hier eher um Limonade handelt). Heute hatte ich mich für Becks Holunder entschieden, sieht toll aus und ist eine willkommene Alternative zum Bisherigen.

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Sobald wir dann zu Hause landen, saust Nr. 4 durchs Wohnzimmer und ich versuche währenddessen, die Einkäufe einzusortieren. Wie sich jeder denken kann, hilft meine Jüngste fleißig mit und ich eile hinterher, um das Schlimmste zu verhindern. Ein weitere halbe Stunde später ist das Gröbste geschafft und meine Mausi wird langsam müde. Je nachdem wie gestresst ich bin, lege ich sie dann äußerst rechtzeitig ins Bettchen, damit sie ihren Mittagsschlaf beginnen und ich kurz durchatmen kann. So auch an diesem Tag, da ich noch einiges zu tun hatte und auch schnellst möglichst beginnen wollte, das Mittagessen zu kochen. Irgendwie saust die Zeit am Vormittag BESONDERS eilig dahin.

Also so richtig müde war die kleine Madame natürlich noch nicht, von daher lag sie schimpfend im Bett, während ich zwischen Keller und Küche hin und her flitze, um wenigstens noch alles ein- und aufzuräumen, bevor der Rest der Mannschaft nach Hause kommen würde. Ich rief immer wieder beschwichtigende Worte nach oben, aber innerlich war ich genervt, dass sie ausgerechnet heute (denn die Nacht war ziemlich bescheiden gewesen) so ein Theater abzog. Aber wie heißt es immer so schön? „Man wächst mit seinen Aufgaben“. Also ignorierte ich das Gemotze und nach einer gefühlten Ewigkeit war endlich Ruhe und ich musste nur noch schnell die Küchenrollen, Tempos, Feuchttücher und Getränke verräumen, dann hatte ich es geschafft. Suuuuuper, dann könnte ich loslegen und mich, um das Lachsrisotto kümmern.

Doch in DEM Moment, in dem ich das Sixpack in die Hand nehme, merke ich auch schon, wie es mir aus der Hand gleitet und mit einem RIESEN Knall auf den Boden klatscht!!!!!!!!!! Boom, bang, batsch!!! Kaputt!! Einfach kaputt.

Schock! So eine Sch…. Echt jetzt? Wie ist denn das passiert? Ich würde am liebsten laut fluchen und schreien, doch das geht ja nicht. Andererseits ist Nr. 4 durch den Krach ohnehin schon wieder wach und nun RICHTIG mies drauf. Na toll! Das SCHLIMMSTE jedoch, also das aller aller schlimmste an der Sache sind diese Tonnen von Bier, die da gerade durch unseren Keller fließen! Wunderschön auch, wie es sich in Windeseile unter sämtlichen Regalen verteilt! Ich meine, es war ja nicht nur EINE Flasche, die mir da aus der Hand gerutscht ist. Nein, ich rede hier von sechs mal 0,33 Liter Flüssigkeit, die da überall lang saust… Was mache ich denn jetzt?

Ich rase zur Waschmaschine und schnappe mir alle Küchen- und Putzhandtücher, die ich finden kann und verteile sie großzügig auf der Scherben-Bier-Holunder-Masse. Wieder rufe ich beschwichtigende Worte nach oben, da meine Jüngste stinksauer ist. Aber was soll ICH da erst sagen??? Dann hole ich einen Eimer, schmeiße die klitschnassen Handtücher rein, hole die frisch gekauften Küchenrollen wieder raus und fange damit weiter die Flüssigkeit auf. Die Scherben sind ein genauso großes Problem, denn sie sind üüüüüüberall wild verteilt: unter den Regalen, der Treppe und ich weiß nicht, wo noch alles…

Ich kann gar nicht sagen, wie lange ich da unten geschrubbt habe, die Regale vorgezogen, unter und in den Regalen geputzt habe, mir den Kopf unter der Treppe angehauen (aua), dann alles nass aufgewischt, wieder Scherben gefunden, erneut mit dem Schrubber den Boden von der klebrigen Masse befreit habe, dann gestaubsaugt, noch mal mit Feuchttüchern in die Ecken gegangen bin, um dann irgendwann festzustellen, dass ich DRINGEND den Backofen anschmeißen muss, um wenigstens ein paar Minipizzen aufzubacken (der schöne Lachs…). Ausserdem rufe ich noch schnell eine Freundin an und bitte sie, Nr. 3 mit aus dem Kindergarten abzuholen, so dass ich wenigstens noch kurz Zeit gewinne, die Scherben zu entsorgen, die nassen Handtücher in die Waschmaschine zu schmeißen und die Berge von Küchentüchern in den Mülleimer zu bringen.

Was für ein toller! Vormittag, sage ich da nur…

Und was trinke ich jetzt zum Feierabend??? Mhhhhh, ich versuche es mal mit einer heißen Milch mit Honig 🙂

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