Gastbeitrag zum Thema „Nachhaltigkeit in Kindersachen“

Huhu, heute darf ich euch einen Gastbeitrag des Internetmagazins „Frauenparadies“ vorstellen, inklusive vieler Links zum Thema 🙂 … Viel Spaß beim Lesen!

Nachhaltigkeit vs. Gedankenlosigkeit in Sachen Kindersachen 

Es gibt so viel spannendes Spielzeug und so viele schöne Kleidungsstücke für Kinder, die kein Vermögen kosten. Vielmehr ist es so, dass sich mancher Strampelanzug oder Schaufelbagger sogar zu einem Centbetrag erwerben lässt. Doch welchen Preis zahlt man wirklich, wenn man von allem nur das Günstigste kauft?

In billig produzierten Kleidungsstücken, Spielzeugen oder auch Möbeln sind Schadstoffe enthalten, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken können. Ihre Produktion schadet der Umwelt, und der übermäßige Konsum trägt nicht gerade zu einer Erziehung bei, die auf Nachhaltigkeit und ökologisches Bewusstsein Wert legt. Unter diesen Aspekten bekommt das Preis-Leitungs-Verhältnis noch mal eine andere Bedeutung, oder nicht?

Kinderkleidung – lieber Bio als billig

Nach gesunder Ernährung ist eine schadstofffreie Kinderkleidung bestimmt das erste, woran ökologisch bewusste Eltern denken. Dass man Kleidung, die einen unangenehmen Geruch verströmt, lieber im Laden zurücklässt, steht für viele fest. Diesem Gefühl zu folgen, ist auch richtig, denn chemische Ausdünstungen weisen auf giftige Substanzen hin. Durch Färben und Bleichen dringen diese im Vorfeld in den Stoff, und durch den Schweiß des Kindes beim Tragen werden sie wieder aus der Kleidung herausgelöst, wodurch sie direkt mit der Haut in Kontakt treten. Das kann Allergien, im schlimmsten Fall eine Schädigung des Hormon- oder Immunsystems hervorrufen.

Unabhängige Prüfsiegel wie „Öko-Tex® Standard 100“ können das Elterngewissen beruhigen. Ganz auf Nummer Sicher geht man jedoch mit sogenannter „grüne Kindermode“: So bezeichnet man Kleidungsstücke, die aus Baumwolle oder Leinen aus kontrolliertem biologischem Anbau oder Wolle aus kontrollierter biologischer Tierhaltung gefertigt werden. Diese sind gesundheitlich garantiert unbedenklich, und außerdem noch fair produziert.

Und nicht nur das – diese Kleidungsstücke sind auch besonders schön und außergewöhnlich, z.B. von Marken wie Living Crafts, Organics for Kids oder Engel natur. Eine schnelle Google-Suche reicht aus, und man findet zahlreiche Onlineshops mit einer mittlerweile endlosen Auswahl biologischer Kinderkleidung.

Dass die Preise fair gehandelter, schadstofffreier Kinderkleidung mit den Preisen von Produzenten, deren Zulieferer zum Beispiel Schädlingsbekämpfungsmittel für eine Maximierung der Baumwollerträge einsetzen, nicht mithalten können, versteht sich von selbst. Doch die Investition zahlt sich aus: schließlich kann unbedenkliche Bio-Kinderkleidung später weiterverkauft werden. Eine günstigere Möglichkeit ist nur „normale“ Second-Hand-Kleidung. Durch sie werden außerdem keine weiteren Ressourcen für die Herstellung neuer Kleidung in Anspruch genommen.

Doch was tun, wenn man nach der Shoppingtour trotzdem ein belastetes Kleidungsstück zuhause hat? Häufiges Waschen hilft, einen Großteil der Schadstoffe zu entfernen. Wie oft die Prozedur jedoch durchgeführt werden muss, kann aber kaum allgemeingültig festgelegt werden.

Kinderspielzeug – lieber Holz als Plastik

Auch beim Spielzeug sollten Eltern Vorsicht walten lassen. Wem Sicherheit und Nachhaltigkeit wichtig sind, kommt hier an Holz nicht vorbei, da es sich um einen nachwachsenden Rohstoff handelt. Anders als bei einem Plastikspielzeug, ist bereits das Betasten der Oberflächen eines Holzspielzeugs ein Erlebnis für die kindlichen Sinne. Holzspielsachen können, zumal es eine Menge unbedenkliche Farben und Lacke gibt, von Babys und Kleinkindern ohne weiteres in den Mund genommen werden. Bei Kunststoff ist das aufgrund der möglicherweise enthaltenen Weichmacher, die für die Elastizität sorgen, nicht zu empfehlen – die Giftstoffe können sich sogar fruchtbarkeitsschädigend auswirken.

Und: Plastikspielsachen haben auch weniger das Zeug zum Lieblingsstück. Oftmals sind die glänzenden, bunten Teile nach längerem Gebrauch gar nicht mehr so schön. Holzspielzeuge sind da beständiger und machen manchmal sogar noch nachfolgenden Generationen Freude. Das rechtfertigt den höheren Preis der nachhaltigen Spielzeugvarianten.

Kindermöbel – lieber Massivholz als Pressspan  

Bei Kindermöbeln aus Holz sind Nachhaltigkeit und Langlebigkeit ebenfalls zwei der wichtigsten Faktoren für die Kaufentscheidung. Ein wertiges, stabiles Holzbett, das nicht bei jedem Auseinanderschrauben oder Verrücken einzelne Bestandteile verliert, kann für das nächste Kind benutzt und danach noch weiterverkauft werden. Vor allem wird aber jedem seiner Besitzer der entscheidende Vorteil eines unbelasteten Raumklimas im Kinderzimmer zuteil.

Aus optischen Gründen entscheiden sich viele Eltern für unbehandeltes Massivholz – es hat die natürlichste Ausstrahlung. Außerdem werden bei seiner Produktion die wenigsten chemischen Zusatzstoffe benutzt.

Eltern von zu Allergien neigenden Kindern sollten allerdings ein Auge darauf haben, welche Baumart beim jeweiligen Möbelstück verwendet wurde. Insbesondere Fichte, Kiefer und Lärche können auch über die Verarbeitung hinaus einen erhöhten Ausstoß an sogenannten Terpenen haben, da ihr Holz sehr harzhaltig ist: Sensible Kinder können darauf mit Hautausschlag und gereizten Schleimhäuten reagieren. Am ehesten empfehlen sich daher unbehandelte Kindermöbel aus Massivholz, in denen kein Nadelbaum verarbeitet wurde.

Das letzte Beispiel zeigt noch einmal plastisch, wie sehr es sich vor allem unter gesundheitlichen Aspekten lohnt, bei Kinderkleidung, -spielzeug und -möbeln auf Schadstoffarmut zu achten und die Nachhaltigkeit der Produktion zu unterstützen. Wer diese Möglichkeit nutzt, bringt nicht nur den Geldbeutel wieder ins Gleichgewicht, sondern trägt auch zu einem nachhaltigeren Konsumkreislauf bei.

Weiterführende Informationen:

Wohnen Sie gesund, http://www.wohnen-sie-gesund.de/

Ökologische Kindermöbelhersteller: www.billi-bolli.de

Onlineshop mit Ökologischer Mode: https://www.avocadostore.de/ 

Kinder- und Jugendärzte im Netz, http://www.kinderaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/kinder-und-jugendaerzte-warnen-vor-risikochemikalien-in-kinderkleidung/

Prüfsiegel/Zertifikate-Übersicht: http://www.nachhaltige-beschaffung.info/SharedDocs/DokumenteNB/BFDSW/BFD_SW_Datenblatt_Zerifikate_Uebersicht.pdf?__blob=publicationFile&v=1

Ecowoman/Die Eckpunkte einer nachhaltigen Erziehung, http://www.ecowoman.de/1-blog/3084-nachhaltigkeit-wichtig-in-der-kindererziehung

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