Und plötzlich ist nichts mehr, wie es einmal war….

Meine Lieben,

da bin ich wieder…

doch um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht wo und wie ich anfangen soll.

Eigentlich wollte ich schon längst über lustige Erlebnisse aus dem Urlaub geschrieben haben und darüber wie Nr. 3 schwimmen gelernt hat (nämlich durch reine Sturheit, ganz ohne Technik 😉 ) oder auch mal wieder ein leckeres Rezept mit euch teilen.

Doch dann kam alles anders…

Und es ist mir nicht möglich – einfach so – einen neuen Blogbeitrag zu schreiben…

Denn wie der ein oder andere von euch ja mitbekommen hat, ist mein geliebter kleiner Bruder vor einigen Wochen gestorben…

rath

Ich hatte das Gefühl ein Blitz schlägt in mein Leben ein und zerstört mein Fundament, meine Lebensfreude, mein ICH. Solch eine Nachricht stellt von einer Sekunde auf die andere alles in Frage. Plötzlich ist nichts mehr, wie es vorher einmal war. All die Herausforderungen und Probleme, die ich bis dahin zu haben schien, waren auf einmal so verschwindend gering…

Alles in mir stand still.

Ich stand unter Schock und konnte nicht glauben, was ich da gehört hatte.
Mir war so schlecht, ich konnte nichts mehr essen, die ersten Tage vergingen irgendwie, die Tränen rannen in Strömen über mein Gesicht, die Nächte waren schrecklich, die Morgende danach noch schrecklicher. Mein Kopf war so VOLL, aber mein Mund so leer. Ich hatte das Gefühl in eine unendliche Tiefe gerissen zu werden. So viele Gedanken, so viele Fragen, so viele liebevolle Erinnerungen. So eine unglaubliche SCHWERE in meinem Leben…

Und doch habe ich irgendwie funktioniert. Habe Telefonate geführt, Freunde informiert,  einiges organisiert und versucht, weiterhin eine brauchbare Mami zu sein. Hin und wieder war ich über mich selbst erschrocken, wie mechanisch ich all diese Schritte durchgeführt habe. Doch es gab auch viele Stunden, in denen ich gar nichts auf die Reihe bekommen habe und abends auf der Couch saß und mich gefragt habe, wie eigentlich der Tag vorüber gegangen ist…

Aber da gibt es meine tapfere Familie, meine liebevolle Mami, meinen wunderbaren Mann und diese vier süßen Mäuse
Diese Kleinen, die – trotz allem – ein Frühstück brauchen, die etwas vorgelesen haben möchten, die kuschelnd mit mir auf der Couch sitzen, die mich umarmen, wenn wieder mal die Tränen fließen, die lachen und Quatsch machen, die mich in ihr Spiel einbinden, damit ich auf andere Gedanken komme, die Bilder für Ihren Onkel malen, damit wir sie an Heliumballons 🎈 in den Himmel schicken und die mich davor BEWAHREN, in meiner Trauer abzutauchen und davon zu driften.

Und da seid IHR…
So wunderbare Menschen, die mir so viel Liebe und Anteilnahme entgegen gebracht haben. Die mir unglaublich schöne Karten, Briefe und Gedanken geschickt und mich mit wunderschöne Blumen verwöhnt haben. Oder diejenigen unter euch, die einfach vorbei gekommen sind, um sich mit meinen Kindern zu beschäftigen, damit ich mal kurz durchschnaufen konnte. Und das obwohl viele von euch, selbst mit diesem schweren Verlust zu trauern haben. Es ist ein Geschenk des Himmels von euch umgeben zu sein und ich möchte mich von ganzem Herzen dafür beDANKEN  💝.

Und da gibt es diesen EINEN, diesen ganz besonderen Menschen, der nun ins Zimmer nebenan gegangen ist.

Mit dem ich bis vor kurzem noch so unglaublich viele lustige, traurige, kräftezehrende, kuriose, bewegende und gemeinsame Erlebnisse geteilt habe. Ohne den ich diesen Blog nie angefangen oder meinen Mann je kennengelernt hätte. Der stets voller Überraschungen für mich war und ohne den ich eine um Welten  langweiligere Jugend gehabt hätte. Ein wahnsinnig kreativer Mensch,

der diese einzigartige Gabe hatte,
stets den liebevollen und schönen Teil eines
JEDEN Menschen zu sehen,
unabhängig davon wieviel Glitzerglimmer
oder Armut drumherum gepackt war.

Der mir oft vor Augen geführt hat, dass das Leben abseits aller Pläne stattfindet. Der mich mit seiner chaotischen Art häufig verrückt gemacht hat, mit dem ich unglaublich viel lachen konnte, dem alle Regeln und Konventionen von klein auf zuwider waren, der mit seinem Charme jeden noch so großen Skeptiker um den kleinen Finger gewickelt hat, der meinen Musikgeschmack gruselig fand, der durch seine bloße Erscheinung den Raum erfüllt hat und

der immer, wirklich immer für mich da war. Wirklich IMMER.

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Doch nun ist er es nicht mehr, zumindest nicht auf dieser Welt…

Schon beim Gedanken daran, kommen mir Tränen in die Augen und mein Herz verkrampft sich. Und doch bin ich DANKBAR für jede Sekunde, die ich mit ihm gemeinsam verbracht habe. Unglaublich dankbar.

Ein Teil meines Herzens ist mit ihm gegangen, doch tröstenderweise ist ein Teil seines Herzens bei mir geblieben…

Und so verbleibe ich in liebevollen Gedanken an mein Bruderherz ❤️ Oliver Rath ❤️

 

 

4 Gedanken zu “Und plötzlich ist nichts mehr, wie es einmal war….

  1. Oh…es tut mir so leid. Mein aufrichtiges herzliches Beileid. Auch wenn ich nur seine Bilder kenne und liebe, war ich sehr tief berührt und traurig… erinner mich noch gut an den Beitrag über dich, so daß ich überhaupt auf deinen Blog stoß.
    Tut mir sehr leid 😦

    Gefällt mir

  2. Ich habe den Beitrag grad gelesen und sitze erneut hier in Tränen und abermals ohne jegliche Erklärung. Fühle dich gedrückt, wenn auch unbekannterweise. Machs gut! Er fehlt!

    1luv
    P-Matic

    Gefällt 1 Person

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