Eine kleine Liebeserklärung an meine Kinder…

Im letzten Jahr ist viel passiert und mein Leben wurde einmal durchgerüttelt und wieder fallengelassen. Und wie so oft im Leben, sind dies die Momente, in denen viele Fragen aufkommen… offene Fragen, unbequeme, geschlossene, positive, rhetorische, sinnlose, jedoch auch sinnvolle Fragen – auf jeden Fall aber auch einige, die den Sinn des Lebens hinterfragen.

Und nachdem ich seit ein paar Wochen endlich wieder ein bisschen Licht am Ende des Tunnels sehe und sogar wieder lachen kann (ohne mich dabei komisch zu fühlen), habe ich für mich festgestellt, dass mein Sinn des Lebens mit Sicherheit

meine vier wundervollen Mädchen sind 💕.

Vier kleine Wunder, die die Welt,
– wie ich sie kenne –
aus einem ganz anderen Blickwinkel sehen.

Die den Augenblick leben.

Mit denen ich zusammen lachen und rumalbern kann. Deren Tränen ich trockne. Dank derer ich auf dem Spielplatz bis hoch in die Luft schaukeln kann, durch Pfützen springe oder mit ihnen gemeinsam auf dem Rasen liege und die Wolken am Himmel zähle. Deren Probleme für mich oft (noch) Kleinigkeiten sind. Mit denen ich Teig schlecken kann, Bügelperlen vom Boden auflese, mich in eine Geschichte vertiefe oder auch mal aus Wut, voller Wucht auf die Couch schlage 😉.

Mit denen ich zusammen noch mal ganz besondere Momente erleben darf:

Der stolze Blick meiner Mäuse, nachdem sie zum ersten Mal
zwei Schritte frei gelaufen sind.
Die Freude über ein selbst gebasteltes Irgendwas.
Das erste gemalte Bild für Mama und Papa.
Die super dolle Aufregung vor einem Geburtstag.
Das glückliche Gekichere, wenn man gerade etwas angestellt hat.
Der große Tag der Einschulung.
Das unbeschreiblich schöne Gefühl, wenn sich diese kleinen
Ärmchen um deinen Hals legen und ganz feste drücken.
Das erste Mal alleine zum Bäcker gehen.
Das Glitzern in den Augen während der Vorweihnachtszeit.
Die Herausforderung in einer neuen Schule zurecht zu kommen.
Zusammen mit Mama und Papa ins Kino gehen und nicht glauben können,
dass man praktisch IM Film sitzt.
Gemeinsam über die ersten Wörter lachen,
die manchmal so gar keinen Sinn ergeben.
In einem Kettenkarussell sitzen und die Schmetterlinge im Bauch fühlen.
Den ersten richtigen Streit mit der besten Freundin aushalten.
Ein Geschenk für jemanden kaufen, mit dem selbst gesparten Taschengeld.
Einen Kompromiss finden nach einer langen Diskussion.
Die warmen Füßchen spüren, die nachts ins Bett gekrabbelt kommen.
Sich in den Arm nehmen, nachdem man sich gestritten hat und um Verzeihung bitten.
Gemeinsam durchs Wohnzimmer tanzen – einfach so.

 💗

Natürlich sind dies alles Dinge, die ich auch machen könnte, wenn ich keine Kinder hätte. Das stimmt zweifelsohne. Und ich könnte viel unabhängiger und selbstbestimmter leben und müsste nicht ständig meine Bedürfnisse hinten anstellen. Ich könnte meinen Kaffe sogar heiß genießen (statt lauwarm) oder auf der Couch liegend, ein gutes Buch lesen. Wahrscheinlich könnte ich sogar durchschlafen und hätte nicht solche Augenringe, dank des jahrelangen Defizits… Mein Wohnzimmer würde nicht einem Spielzimmer gleichen und ich könnte öfter mal Sushi essen, statt Spaghetti. Und mit Sicherheit hätte ich um Welten mehr Geld auf meinem Konto und vielleicht mehrere Designerhandtaschen (für die ich einfach eine Schwäche habe :)) in meinem begehbaren Kleiderschrank stehen. Stimmt! Ist alles richtig…

A   b   e   r

nach all den schönen und nicht so schönen Erfahrungen der letzten Jahre,
habe ich festgestellt,

dass das wahre Glück 🍀 in meiner Familie liegt.

In der Liebe zu meinen Töchtern.

Diese vier, die unterschiedlicher nicht sein könnten…,
aber in der Gemeinschaft einfach ein unschlagbares Team sind.

In Zeiten, in denen alles gut läuft und die Herausforderungen des Alltags meiner Kinder darin bestehen, möglichst viel Spaß zu haben und wenig im Haushalt mitzuhelfen 🙄, fällt mir oft gar nicht auf, welch charakterstarke und liebevolle Menschen ich hier um mich herum habe. Denn dann sind wir zu sehr mit den Kleinigkeiten des Lebens beschäftigt (Hausaufgaben, Hobbies, Haushalt, Job, Wäsche…) und ich verliere den Blick für das große Ganze.

Doch nachdem letztes Jahr, innerhalb von sechs Monaten gleich zwei geliebte Menschen von mir gegangen sind und somit mein sicher geglaubtes Familienfundament stark ins Wanken geraten ist, habe ich mein Augenmerk wieder geschärft und mir bewusst gemacht, was eigentlich wirklich zählt im Leben. Und tatsächlich war es dann nicht die tolle Deisgner-Handtasche, die mich durch diese emotional sehr herausfordernde Zeit begleitet hat 😉, sondern meine Familie und meine wunderbaren Freunde 💝.

Und es fällt mir schwer in Worte zu fassen, wie unglaublich dankbar ich diesen vier Kleinen bin, dass sie in dieser schwierigen Zeit an mich geglaubt und nicht eine Sekunde daran gezweifelt haben, dass ich weiterhin für sie da bin. Dass sie mich gefordert haben, mein Leben weiter zu leben und dass sie nie aufgehört haben, mich zum Lachen zu bringen, auch wenn sie hin und daran gescheitert sind. Und obwohl ich es wirklich anstrengend fand, in dieser Zeit eine brauchbare und liebevolle Mami zu sein, haben sie sich nicht beklagt, wenn die Dinge nicht so rund liefen, wie sie es eigentlich gewohnt waren. Insbesondere meine zwei Großen, haben Aufgaben übernommen, die ich ihnen in diesem Umfang noch gar nicht zugetraut hätte. Und meine zwei Kleinen haben ihr Bestes gegeben, um mich auf andere Gedanken zu bringen ❣️.

Diese ehrliche und bedingungslose Liebe von Kindern, die ich in diesen Monaten mehr denn je spüren konnte, ist ein Geschenk, dass mir erst jetzt – wo ich mich auch innerlich wieder etwas stabiler fühle – bewußt wird. Und da solche Momente in meinem Alltag oft untergehen, schreibe ich all diese Gedanken hier nieder – um sie festzuhalten und mich daran zu erinnern, sobald der „Trubel der Kleinigkeiten“ wieder versucht die Oberhand zu gewinnen.

Und so sehe ich meine Lebensaufgabe darin, diese vier Menschlein auf ihrem Weg in ein eigenes Leben zu begleiten. Ihnen Toleranz, Offenheit und Humor zu vermitteln. Sie darin zu unterstützen auf ihr Herz zu hören und ganz fest an sich selbst zu glauben, auch wenn der Rest der Welt dies nicht immer tun wird. Ich werde versuchen Ihnen stets ein sicherer Hafen zu sein und auch wenn in diesem Hafen hin und wieder hohe Wellen schlagen, so wird es IMMER einen Anlegeplatz geben, an dem sie ihr Schiffchen ⛵️ festmachen können:

Um sich  auszuruhen.
Um Ihnen Mut zu schenken, für die weitere Reise.
Gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen.
Um Kraft zu tanken.
Oder einfach mal die Seele baumeln zu lassen.

Was immer es braucht.

Ich werde da sein.
💞

3 Gedanken zu “Eine kleine Liebeserklärung an meine Kinder…

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