Wer, wo, was bin eigentlich ich?

Tatsächlich stelle ich mir diese Frage immer mal wieder… irgendwo zwischen Brotboxen zubereiten, Wäsche aufhängen, Streit schlichten, aufräumen, berufliche Weiterbildung, Popo abputzen, Kleider sortieren, Zimmer umräumen, Hausaufgaben durchgehen, Elternbeiratstätigkeiten, Taxifahrten, Kuscheln, Kühlschrank auffüllen, Kommunikationskonzept entwickeln, Gute-Nacht-Geschichte vorlesen, Albträume vertreiben oder beim Kochen für’s Mittagessen.

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Da taucht sie dann einfach auf, diese Frage –> Wer, wo, was bin eigentlich ich?

Manchmal wird sie aber auch bei einer Vorstellungsrunde im Kick-off Meeting oder im  Social-Media-Kontext gestellt. Dieses „Kannst du dich bitte kurz vorstellen-Ding“. Zugegeben, je öfter man diese Frage beantwortet, desto leichter kann ich darauf antworten. Doch es sind dann meist nur die Eckpunkte meines Lebens, die Dinge, die man bereits erreicht oder vielleicht auch nicht erreicht hat. Und während ich im Social-Media Kontext wesentlich mehr über mein Mami-Dasein plaudere, so geht es beim Arbeiten doch eher um meine beruflichen Skills…

Und genau in solchen Momenten fällt mir auf, dass ich irgendwie „viele“ bin...,
dass ich gar nicht sagen kann, wer ich eigentlich genau bin und wie ich mich definieren würde. Schlimmer noch, manchmal erkenne ich mich selbst kaum wieder. Sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht. Manchmal bin ich auch über mich selbst überrascht. Aber hin und wieder passieren die Dinge auch einfach. Dann denke ich gar nicht darüber nach, ob ich diese Baustelle bewerkstelligen kann oder nicht, beziehungsweise ob sie gerade in mein Leben passt. Und zack hänge ich in einer neuen Situation drin, muss ungewollt mein Wissensspektrum erweitern, in Bereichen, in denen ich mich eigentlich gar nicht sehe oder die ich mir gar nicht zugetraut hätte.

Am interessantesten wird das Ganze dann, wenn ich noch Zeitschriften oder Bücher zwischen die Finger bekomme, die sich mit der Frage beschäftigen, wie man sich am besten selbst verwirklichen kann, seine Träume lebt, sein wahres Glück findet und nur noch die Dinge umsetzt, die einem wirklich gut tun. Da rattert dann das Fragen-Karussell durch meinen Kopf 🙈:

 Verwirkliche ich mich tatsächlich in meinem Job?
Oder liegt meine Selbstverwirklichung in der Familie?
Wer bin ich am Ende meiner Selbstverwicklung?
Gibt es überhaupt ein Ende oder ist es nicht eher ein lebenslanger Prozess?
Wieso sollte mein Job nicht einfach ein Job sein, mit dem ich mein Geld verdiene und die Krankenkasse bezahle?
Ist Glück messbar?
Ist meine wunderbare Familie nicht das größte Glück, das ich haben kann?
Gibt es etwas Größeres als die Liebe?
Warum habe ich dann manchmal das Gefühl mich im Alltagstrubel zu verlieren?
Wie kann ich sicherstellen, dass ich nur noch die Dinge tue, die mir guttun?
Ist das überhaupt machbar im Leben?
Was sind meine Stärken?
Und sieht dies mein Umfeld auch so? Oder nur ich?
Was macht mich aus?
Warum fühle ich mich immer mal wieder getrieben?
Was würde ich anders machen, wenn ich noch mal von vorne anfangen würde?
Wie sähe mein Weg aus, wenn das Schicksal nicht hier und da zugeschlagen hätte?
Wäre ich zufriedener, wenn ich auf dem Land leben würde?
Bin ich wirklich die Frau, die ich sein wollte?

Und während ich all diese Fragen hier niederschreibe, tauchen auch hier und da ein paar Antworten auf, die wesentlich klarer sind, als ich es mir gedacht hätte 😌.

Nun ich bin also viele:

Mami von vier Töchtern, Ehefreundin (des welt-besten Mannes), Change-Managerin, Wann-immer-es-meine-Zeit-zulässt-Bloggerin, Diplom-Pädagogin, Tochter (einer wunderbaren Mami), Schwester eines verstorbenen Bruders, Elternbeirätin, Freundin, Tante zweier Kinder, die ihren Vater früh verloren haben, Schwiegertochter, plötzlich Einzelkind, Nachlassverwalterin…

Mit Sicherheit bin ich zuweilen auch zu viele.
(Merke ich gerade selbst, wo ich das alles so schreibe 😉)

Und ja, das ein oder andere Ding könnte ich sicherlich einfach mal abgeben, wie zum Beispiel das Thema Elternbeirat. Andererseits finde ich das ehrenamtliche oder auch soziale Engagement von großer Bedeutung, insbesondere um meinen Töchtern zu zeigen, wie wichtig es ist, sich für etwas oder jemanden einzusetzen, auch wenn daraus kein persönlicher Profit entsteht.

Bei anderen Themen wird es schon schwieriger. Das Bloggen zum Beispiel. Ich komme im Moment leider nur noch selten dazu, aber es macht mir einfach unglaublich viel Spaß und es ist nur für mich. Für mich ganz alleine – unabhängig von meinem Umfeld. Etwas, das in mir eine große innere Zufriedenheit auslöst und meinen Alltag in kleinen Geschichten festhält.  So gesehen also etwas, an dem ich lieber festhalten möchte, auch wenn es zeitlich manchmal eine Herausforderung ist.

Und dann gibt es da noch so Erfahrungen im Leben, auf die hätte ich auch einfach verzichten können. Wirklich verzichten können. Insbesondere in meiner Jugend. Und dieses Gerede, dass man durch solche Erfahrungen auch innere Stärke und was-weiß-ich-nicht-alles gewinnen kann, möchte ich so nicht ganz unterschreiben. Denn selbst wenn man durch Schicksalsschläge – laut diverser Printmedien und Psychologen zumindest – irgendetwas gewinnt, so verliert man auch schlagartig seine Unbeschwertheit und seinen Glauben an das Lebensfundament. Und ob man diesen Erfahrungen wirklich stets etwas Gutes oder Bereicherndes abgewinnen kann, wage ich mal zu bezweifeln.

Nun, ich denke diese Fragerei wird mich noch eine lange Zeit begleiten und auch immer mal wieder herausfordern. Doch dank all dieser Überlegungen hier, ist mir eins ganz klar geworden –> unabhängig von jeder Selbstverwirklichung, Karriere im Job oder Träume-Leberei, bin ich eine glückliche Mami von vier wundervollen Töchtern und habe eine tolle Familie mit der ich mein Leben teilen darf. Ich habe einen Job, der mir ein Teilzeitmodell ermöglicht und Spaß macht, kann im Bloggen meinen Gedanken freien Lauf lassen, koche leidenschaftlich gerne, versuche die Erinnerungen an meinen Bruder aufrechtzuerhalten – insbesondere für seine Kinder, bin unglaublich dankbar für die wunderbare Beziehung mit meiner Mami und genieße jede freie Minute mit meinem Lieblingsmenschen.

Und irgendwo zwischen Brotboxen vorbereiten, Wäsche waschen, Meetings abhalten, Bilder katalogisieren und Mittagessen kochen – da bin ICH 💗.

Festtagstorte…

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Seit Tagen überlege ich, welchen Kuchen oder welche Torte ich denn für unseren lieben Besuch vorbereiten könnte, da ich meine eigenen Standardrezepte nicht mehr sehen kann ;). Etwas Neues muss her, etwas dolles, etwas das richtig viel hermacht, aber dennoch zu bewerkstelligen ist mit meinem „Tussenalarmhaushalt„. Also blättere ich alles an Backbüchern und Zeitschriften durch, dass ich in unserem Bücherregal finden kann (und das ist wesentlich mehr als ich dachte…) und werde tatsächlich irgendwann in der „essen & trinken für jeden Tag“ (7/ 2016) fündig: das ist es! Eine Festtagstorte mit bunter Beerenfüllung und Buttercreme. Klingt herrlich frisch und fruchtig und sieht auf dem Foto spitzenmäßig aus. Der Aufwand scheint mir – mit 40 Minuten – absolut machbar zu sein, zumal ich direkt Ideen habe, wie ich zwei aufwendigere Schritte umgehen kann 😉 .

Also düse ich in meinen LIEBLINGssupermarkt (der mittlerweile auch ein tolles Angebot an Backwaren hat) und besorge die benötigten Zutaten: Weiterlesen

Da geht sie dahin…. die Kinderwagenära

Soeben habe ich meinen Kinderwagen verkauft und sollte mich eigentlich freuen, dass es so schnell ging und ich eine total nette Käuferin gefunden habe. Doch so richtig gut fühlt es sich noch nicht an. Ich meine klar, jetzt habe ich wieder mehr Platz im Keller und wir haben den Wagen ohnehin schon länger nicht mehr benutzt, da unsere kleine Minimaus lieber läuft als geschoben zu werden. Rational gesehen ist das alles toll und nicht weiter erwähnenswert. Doch da ist noch etwas anderes, es fühlt sich an, wie eine Art Abschied von einer wunderschönen und intensiven Zeit mit meinen Babies 🙂 , denn immerhin habe ich fast ZEHN Jahre lang einen Kinderwagen um mich herum gehabt. Mhhhh, ist also mal wieder diese Nostalgiekiste, die mich umtreibt…

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Wenn ich an die Zeit zurück denke, als wir damals unseren ersten Kinderwagen gekauft haben, muss ich stets schmunzeln. Und wenn ich heute Eltern in Babygeschäften beobachte, die sich mit der Qual der Wahl abmühen, Weiterlesen

Irgendwie halt…

Irgendwie

…  irgendwie schaffe ich es nach drei Stunden Schlaf, morgens um sechs Uhr aufzustehen und ein Frühstück vorzubereiten, irgendwie haben die Kinder jeden Tag frische Kleidung an und ihre Zähne sind geputzt, irgendwie sind sie gebadet, bekommen ihre Nägel geschnitten und die Öhrchen geputzt, irgendwie wird der Kühlschrank gefüllt (manchmal habe ich das Gefühl, alle paar Stunden im Supermarkt zu stehen), irgendwie schaffe ich es tatsächlich ab und zu mal mit meinem Mann auszugehen, irgendwie steht täglich ein frisch gekochtes Essen auf dem Tisch, irgendwie ist das Haus abends wieder aufgeräumt, irgendwie werden meine Mädels immer selbständiger, irgendwie ist die Wäsche gewaschen, gebügelt und liegt wieder sauber im Schrank, irgendwie kann ich hin und wieder zum Friseur, irgendwie haben meine zwei Großen täglich ihre gemachten Hausaufgaben im Schulranzen, irgendwie haben meine Kinder alle U-Untersuchungen geschafft, irgendwie landen wir doch noch pünktlich bei den nachmittäglichen Hobbys, irgendwie komme ich zweimal die Woche zum Sport, irgendwie treffe ich mich ab und zu mit meinen Freundinnen und genieße unsere Gespräche (Gesetz den Falls, es ist kein Kind anwesend 🙂 ), irgendwie werde ich im Sommer wieder anfangen zu arbeiten, irgendwie gehen wir hin und wieder ins Kino, irgendwie lernt meine zweite Maus gerade lesen, irgendwie gehen wir häufig am Wochenende alle zusammen spazieren, irgendwie kann Nr. 4 jetzt sprechen, irgendwie ist der Garten wieder grün und das Unkraut gejätet….

… und obwohl ich Pläne, Organisation und Struktur unglaublich toll finde und definitiv bevorzuge, LIEBE ich dieses Leben… irgendwie 🙂

Meine Spielzeugkiste.de – eine tolle Sache

Huhu, heute habe ich endlich mal wieder eine Entdeckung für euch, nennt sich MEINE SPIELZEUGKISTE. Diese wunderbare „Kiste“ habe ich mal ausprobiert und bin ganz begeistert. Bei der Spielzeugkiste handelt es sich um eine Flatrate für Spielsachen. Wie bei jeder Flatrate gibt es auch hier verschiedene Modelle (in diesem Fall: Kisten) und ich habe mich im ersten Schritt, für drei Spielsachen zur Auswahl entschieden (Kostenpunkt: 14,90€/ Monat). Das heißt, jetzt kann ich aus einem sehr vielfältigen Sortiment, 3 verschiedene Sachen auswählen, die mir dann zugesendet werden. Ich war begeistert wie umfangreich und hochwertig das Angebot ist, insbesondere für die Altersgruppe der 0 – 10 jährigen. Doch bei hochwertigen Spielsachen, bekam ich auch gleich ein bisschen Panik, denn der Gedanke, dass Nr. 3 und 4 teilweise auch ziemlich ruppig mit ihrem Eigentum umgehen, löste ein paar Schweißtröpfchen auf meiner Stirn aus… Was, wenn das ein oder andere kaputt ging? Oder wir womöglich ein Teil verlieren würden???
Glücklicherweise NICHTS :), denn diese „Unfälle“ sind bereits mit einkalkuliert. Toll.

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Und wenn wir keine Lust mehr auf die Spielsachen haben, dann kann ich diese Dinge einfach wieder zurücksenden (Rücksendeaufkleber werden direkt mitgesendet) und mir drei neue Sachen aussuchen. Dabei spielt es keine Roll, ob es sich nur um ein paar Tage oder eben auch Wochen handelt. Besonders gut gefällt mir daran, dass ich dadurch die Möglichkeit bekomme, Artikel auszuwählen, die ich sonst vielleicht nicht gekauft hätte. Nur ein kleines Beispiel: Weiterlesen

Ich wünsche euch Zeit…

Ich liebe dieses Gedicht und habe es einst meinem Papi zum 50. Geburtstag gewidmet. Das ist nun schon fast zwanzig Jahre her und doch passt es immer noch wunderbar in die heutige Zeit.

Und nachdem gerade die letzten Tage, wieder besonders hektisch waren, habe ich mir diese Zeilen erneut zu Herzen genommen und möchte sie heute mit euch teilen…

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Ich wünsche dir Zeit

Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.
Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:
Ich wünsche dir Zeit, dich zu freun und zu lachen,
und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen.

Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,
nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.
Ich wünsche dir Zeit – nicht zum Hasten und Rennen,
sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.

Ich wünsche dir Zeit – nicht nur so zum Vertreiben.
Ich wünsche, sie möge dir übrig bleiben
als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertraun,
anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schaun.

Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,
und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen.
Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.
Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.

Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,
jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.
Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben!

von Elli Michler

In diesem Sinne meine Lieben…. ich wünsche euch Zeit, für euch SELBST und eure LIEBEN 🙂

Maaaaaaaami, was hast du getan???

Ich bin genervt! Super genervt! Von dieser STÄNDIGEN Fragerei nach Süßigkeiten. Ich kann es nicht mehr hören. Dank Halloween ist unsere ohnehin schon randvolle Dose noch opulenter bestückt und es vergeht praktisch keine Stunde, in der ich nicht gefragt werde: „kann ich was Süßes?“. Selbst Nr. 4, die gerade erst sprechen lernt, läuft zielstrebig Richtung Regal (in der die Dose steht) und fragt mich mit astreiner Aussprache:  ICH Süßes?

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Also eigentlich ist es bei uns zu Hause ja so, dass wir im Anschluss an das Mittagessen, einen Nachtisch essen oder sich jeder etwas aus der berühmt-berüchtigten Süßigkeiten-Dose aussuchen darf. Das hat bisher ganz gut geklappt, doch seit ein paar Wochen versuchen Nr. 2 und 3 massiv an dieser Regelung zu rütteln und haben bisher jeden schwachen Moment meinerseits ausgenutzt. Ich meine, klar, man kann es ja mal probieren, aber es ist doch unglaublich anstrengend für mich, diese Frage ständig zu verneinen und mir dann das anschließende Gequengel und Geknatsche anzuhören. Uff.

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So auch am letzten Dienstag. Weiterlesen