Und auf einmal bin ich Einzelkind…

Meine Lieben,

nun ist bald ein Jahr vergangen und nach wie vor vergeht kein Tag, an dem ich nicht mit dem Gedanken aufwache, dass etwas Schreckliches passiert ist. Und für den Bruchteil einer Sekunde, denke ich es war ein Traum. Doch je mehr Zeit ins Land geht, desto klarer wird mir in dieser Millisekunde, dass es sich um meine Realität handelt.

Mein Bruder ist ins Zimmer nebenan gegangen.

Und ich bin auf einmal ein Einzelkind.

Nach achtunddreißig gemeinsamen Jahren, werde ich den Rest meines Lebens ohne ihn gehen müssen. Werde die gemeinsamen familiären Herausforderungen, die auf mich zukommen,  nicht mehr mit ihm teilen können. Werde ihn nicht mehr anrufen können, um seine Stimme zu hören, eine Stimme, die mir vertraut ist, seitdem ich zwei Jahre alt bin.

Wenn man einen Bruder oder eine Schwester verliert, dann fühlt es sich an, als ob man einen Teil seiner Kindheit und Jugend aus seinem Leben herausgeschnitten bekommt. Für mich zumindest. Denn es gab so viele gemeinsame Erlebnisse, Geheimnisse, Streitigkeiten und Glücksmomente  - die Kindheit eben – die ich nun plötzlich alleine in mir trage, obwohl wir sie doch gemeinsam durchlebt haben.

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Fröhliche Weihnachten… mit ach und KRACH!

Vier Tage vor Weihnachten, kurz nach dem Abendessen: Nr.1, Nr. 4 und ich schmücken den Weihnachtsbaum (wobei Nr.4 nicht wirklich eine Hilfe ist) und sind bester Dinge, da wir großen Spass bei der Sache haben. Mein Mann ist mit Nr. 2 und 3 zum Flughafen gefahren, um seine Mami abzuholen, die leider ihren Bustransfer nach Hause verpasst hast. Das trifft sich zeitlich natürlich super mit den eigentlichen Plänen, doch diese besagte Planung, gilt ja ohnehin nur noch, der groben Orientierung 😉 .

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Da ich dieses Jahr entschieden habe, die gesamte Weihnachtsdeko zu erneuern, haben wir leider nach der Hälfte des schmückens, keine Kugeln mehr! Klassische Fehlplanung… macht aber nichts, denn am nächsten Tag, kann ich ja nochmal schnell in die Stadt düsen, um Nachschub zu besorgen. Also genießen wir erst mal den Anblick unseres halb vollendeten Weihnachtsbaumes und drehen das Radio lauter, da in diesem Moment einer unserer Lieblingshits von Mariah Carey (ja, genau der: all I want for christmas) trällert. Ich laufe zu Nr. 4, um mit ihr zusammen, um den Baum zu tanzen und erkläre Nr. 1 dabei, dass ich das mit ihr auch schon so gemacht habe, damals, als sie erst ein Jahr alt war… Doch auf dem Weg zu ihr, bemerke ich, dass ich scheinbar auf etwas getreten bin. Denn mein rechter Fuß verliert das Gleichgewicht, fängt gefährlich an zu wackeln Weiterlesen