Und auf einmal bin ich Einzelkind…

Meine Lieben,

nun ist bald ein Jahr vergangen und nach wie vor vergeht kein Tag, an dem ich nicht mit dem Gedanken aufwache, dass etwas Schreckliches passiert ist. Und für den Bruchteil einer Sekunde, denke ich es war ein Traum. Doch je mehr Zeit ins Land geht, desto klarer wird mir in dieser Millisekunde, dass es sich um meine Realität handelt.

Mein Bruder ist ins Zimmer nebenan gegangen.

Und ich bin auf einmal ein Einzelkind.

Nach achtunddreißig gemeinsamen Jahren, werde ich den Rest meines Lebens ohne ihn gehen müssen. Werde die gemeinsamen familiären Herausforderungen, die auf mich zukommen,  nicht mehr mit ihm teilen können. Werde ihn nicht mehr anrufen können, um seine Stimme zu hören, eine Stimme, die mir vertraut ist, seitdem ich zwei Jahre alt bin.

Wenn man einen Bruder oder eine Schwester verliert, dann fühlt es sich an, als ob man einen Teil seiner Kindheit und Jugend aus seinem Leben herausgeschnitten bekommt. Für mich zumindest. Denn es gab so viele gemeinsame Erlebnisse, Geheimnisse, Streitigkeiten und Glücksmomente  - die Kindheit eben – die ich nun plötzlich alleine in mir trage, obwohl wir sie doch gemeinsam durchlebt haben.

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Bis hierher… und nicht weiter!


Zu Beginn meiner „Mami-Karriere“ hatte ich einen glasklaren Fahrplan von Grenzen,  Ritualen und Konsequenzen im Kopf und war fest davon überzeugt, dass ich mit dieser Strategie eine tolle Basis für unser Zusammenleben schaffen würde. Und wie viele frischgebackenen Mamis und Papis fing ich natürlich auch an, mich mit Ratgebern und Zeitschriften einzudecken, um meine Perspektive im Thema Erziehung zu erweitern. Doch je mehr ich las, desto unsicherer wurde ich mit meinem Fahrplan, mal ganz davon abgesehen, dass ich wirklich lange gebraucht habe, bis ich verstanden hatte, wieviele unterschiedliche Erziehungsmöglichkeiten es gibt und welche davon überhaupt zu mir/ uns passen.

Vielleicht mal ein kleines Beispiel  😉: für mich ist das Thema „Höflichkeit“ recht wichtig und dementsprechend lege ich ziemlich großen Wert darauf, dass meine Kinder immer grüßen und auch die Wörter „bitte“ und „danke“ verwenden, wenn sie etwas haben möchten oder geschenkt bekommen. Über dieses Thema habe ich eigentlich nie wirklich nachgedacht, denn es war ganz selbstverständlich für mich – BIS, ja bis ich dann in diversen Fachlektüren nachlas, dass man seine Kinder nicht dazu zwingen sollte „Hallo“ oder „Tschüss“ zu sagen. Denn dieses Verhalten sollte aus dem Kind selbst heraus kommen und nicht unter Zwang eingefordert werden. „Oh je“ dachte ich, was habe ich meinen Kindern nur angetan? Auf die Idee, dass meine Kinder dies als Zwang empfinden würden, war ich noch gar nicht gekommen 🙆🏻, aber ja, es leuchtete mir durchaus ein, dass ich diese Perspektive völlig außer Acht gelassen hatte.
Solche Beispiele gab es mehrere und so wuchsen schleichend die Zweifel – an mir und an meinem Fahrplan von Erziehung. Irgendwann hatte ich dann so ein Gewusel an Tipps in meinem Kopf, dass ich gar nicht mehr authentisch reagierte 🙈, sondern mich erst mal fragte, welche Auswirkung meine Reaktionen auf meine Kinder haben könnte??? Das ist natürlich gar nicht zielführend und wenn man schnell handeln muss, eine ganze unbrauchbare Ausgangslage 😆.

Dementsprechend lange habe ich dann auch gebraucht, um wieder zu meinem intuitiven Fahrplan zurück zu finden. Weiterlesen

Jaaaaa, ich will! Aber er nicht! Na toll!!!

Wenn mir vor zwanzig Jahren jemand gesagt hätte, dass ich mal mit einem DJ vier Kinder haben würde, dann hätte ich ihm wahrscheinlich an die Stirn gefasst, um zu prüfen, ob er einen Fieberschub hat 😂… und wenn derjenige mir dann noch eröffnet hätte, dass wir nicht heiraten würden, dann wäre ich mir ganz sicher gewesen, dass er bereits halluziniert… Denn

ICH wollte schon IMMER heiraten.
Immer! Immer! Immer!

Bereits mit 10 Jahren hatte ich eine Vorstellung von meinem großen Tag und auch eine Ahnung wie mein Prinzessinnenkleid 👰🏻 aussehen würde. Mit 14 wußte ich dann, dass ich eines Tages in Luzern oben in der Kathedrale 💒  heiraten würde – mit Kutsche, Pferden 🐎, Luftballons 🎈 und allem drum und dran … ja sehr kitschig, ich weiß, aber eben auch wunderschön 🤗 und romantisch und genau mein Ding – damals.

Nun denn, der ein oder andere weiß ja, dass nichts dergleichen eingetroffen ist – weder das Kleid, noch die Kathedrale, geschweige denn die Kutsche mit den Pferden davor 😏.

Dafür aber habe ich DIE LIEBE MEINES LEBENS  💞 gefunden.

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Einen ganz wunderbaren und außergewöhnlichen Menschen, dem ich so viel verdanke, mit dem ich so gerne meine Zeit verbringe und der mich manchmal besser kennt, als ich mich selbst. Der in meinen dunkelsten Stunden des Lebens ganz fest bei mir stand, der mir sooooo viele wunderschöne Komplimente macht und der mit mir gemeinsam das Abenteuer einer Großfamilie eingegangen ist 🙌🏻.  Dem es das Wichtigste ist, seine Familie glücklich zu sehen, der unseren Kindern ein ganz liebevoller und starker Papa ist und der ihnen die Welt erklärt, wie er sie selbst vielleicht gerne erklärt bekommen hätte. Ein Mensch, der die Ruhe bewahrt, wenn ich schon kein Land in Sicht mehr sehe, mit dem ich ganz viel lachen kann und der mir das Gefühl gibt ein ganz besonderer Mensch zu sein 💞.

Aber von vorne 😉: vor nunmehr über 17 Jahren haben wir uns kennengelernt und für mich war glasklar, dass diese Begegnung zwar ein ganz nettes Abenteuer sein kann – mehr aber auch nicht!

Ein DJ und Musikproduzent – HALLO???

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Und plötzlich ist nichts mehr, wie es einmal war….

Meine Lieben,

da bin ich wieder…

doch um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht wo und wie ich anfangen soll.

Eigentlich wollte ich schon längst über lustige Erlebnisse aus dem Urlaub geschrieben haben und darüber wie Nr. 3 schwimmen gelernt hat (nämlich durch reine Sturheit, ganz ohne Technik 😉 ) oder auch mal wieder ein leckeres Rezept mit euch teilen.

Doch dann kam alles anders…

Und es ist mir nicht möglich – einfach so – einen neuen Blogbeitrag zu schreiben…

Denn wie der ein oder andere von euch ja mitbekommen hat, ist mein geliebter kleiner Bruder vor einigen Wochen gestorben…

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Ich hatte das Gefühl ein Blitz schlägt in mein Leben ein und zerstört mein Fundament, meine Lebensfreude, mein ICH. Solch eine Nachricht stellt von einer Sekunde auf die andere alles in Frage. Plötzlich ist nichts mehr, wie es vorher einmal war. All die Herausforderungen und Probleme, die ich bis dahin zu haben schien, waren auf einmal so verschwindend gering…

Alles in mir stand still. Weiterlesen

Einmal Urlaub für sechs Personen, bitte….

Letztes Jahr haben wir zum ersten Mal bereits im Januar unseren Urlaub gebucht und waren ganz überrascht, dass der Urlaub doch einige Euros günstiger war, als im Jahr zuvor. Also habe ich diesmal meinen Mann ganz verrückt gemacht, dass wir unbedingt zu Beginn des Jahres unseren Sommerurlaub organisieren und dingfest machen müssen, da es ohnehin nicht so einfach ist, ein Familienzimmer für sechs Personen zu bekommen. Hinzu kommt, dass unser jüngster Feger die magische Jahreszahl von ZWEI überschritten hat und somit den Flug voll bezahlen darf und auch bei den Hotelkosten großzügig beteiligt wird… Herrliche Bedingungen 🙂

Und um es noch ein bisschen spannender zu machen, haben wir uns diesmal ganz fest vorgenommen NICHT wieder auf die Kanaren zu fliegen, sondern nach vier Jahren endlich mal wieder etwas Neues auszuprobieren. Schließlich haben wir uns früher oft genug über andere amüsiert, die schon seit zehn oder mehr Jahren ans gleiche Urlaubsziel fahren. Zugegeben, da hatten wir auch noch keine Familie, geschweige denn VIER Kinder. Doch seit vier Jahren, fliegen wir eigentlich immer auf die gleiche Insel, wenn auch in unterschiedliche Hotels, immerhin etwas. Wir lieben das Klima auf den Kanaren, den Wind, den Sonnenschein und den traumhaften Strand, an dem unsere Kinder mittlerweile stundenlang verweilen… so ganz ohne Spielzeug komischerweise. Letztes Jahr waren wir sogar Wiederholungstäter und sind zum ersten Mal ins gleiche Hotel gefahren wie ein Jahr zuvor! Da musste ich dann selbst über mich lachen, doch ich gestehe, es hat auch Wahnsinns Vorteile. Denn in dem Moment, in dem wir das Hotel betraten, haben wir uns auch schon „angekommen“ gefühlt. Ich wußte wie die Zimmer aussehen, wo ich was einräumen konnte, welche Poollandschaft uns erwartet, welchen Spaß die Kinder am Strand haben würden, die zwei Großen kannten sich am Buffet bestens aus und für das abendliche Entertainment war auch gesorgt. Aber wenn man zum zweiten Mal an den gleichen Ort kommt, dann fallen einem auch Dinge auf, die im letzten Jahr vielleicht anders waren…

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Wie dem auch sei, dieses Mal also alles NEU: neues Ziel, neues Hotel, neue Möglichkeiten… aber da hatten wir die Rechnung wohl ohne die Angebote gemacht. Weiterlesen

25.550 Windeln und ein paar Zerquetschte…

Pampers - Popo

Ich habe mal ein bisschen gerechnet und bin doch zu einem erstaunlichen Ergebnis gekommen: bis zum Ende diesen Jahres, habe ich wohl ungefähr 25.550 Windeln (wahrscheinlich sogar noch ein bisschen mehr) gewechselt. Angefangen habe ich vor NEUNEINHALB Jahren und seitdem durchgehend mindestens EINEN Windelpopo ausgewickelt, gewischt, gepflegt und wieder neu gewickelt. WAHNSINN oder? Ich bin selbst fast vom Stuhl gefallen, als ich diese Zahl so schwarz auf weiß vor mir gesehen habe. Also ich würde sagen, bei diesem Thema zähle ich jetzt eher zu der Kategorie der FORTGESCHRITTENEN 🙂 .
Allerdings nur bei MÄDCHEN…

Ob ich es wohl vermissen werde, wenn Maus Nr. 4 ihre Töpfchenphase startet? Nach so vielen Jahren? Da ist die Windel ja sozusagen zu einem festen Bestandteil meines Lebens, genauer gesagt, meiner Handtasche (aber das ist ja ungefähr das gleiche) geworden. Weiterlesen

It’s Bööööörgertime… juchhu

Eigentlich wollte ich diesen Blogpost schon vor vier Wochen hochladen, als wir das erste Mal wieder Burger gemacht haben, doch dann musste plötzlich alles so schnell gehen und ich habe völlig vergessen Fotos zu machen und als wir dann endlich alle am Tisch saßen mit Ketchup- und Majoverschmierten Fingern, hatte ich irgendwie auch keine Muße mehr, noch mal die Kamera rauszuholen…

Also, noch mal Burger auf den Essensplan schreiben – sehr zur FREUDE aller Familienmitglieder – und diesmal die Kamera fest in der Hand behalten. Und tada….. endlich kann ich unser neuestes Highlight auf der RATHschen Speisekarte präsentieren: frisch, lecker und unglaublich beliebt bei den Minis im Haus.

Die Vor- und Zubereitung ist auch nicht schwierig, lediglich kurz vor Schluss, alles an den Tisch zu bekommen, damit man die Burger auch heiß genießen kann, ist etwas herausfordernd. Allerdings auch NUR, wenn man drei kleine Mäuse zwischen den Beinen hin und her hüpfen hat. Glücklicherweise ist Nr. 4 schon eine echte Hilfe – indem sie entweder gar nicht erst anwesend ist 😉 oder aber eben beim Tisch decken hilft, so wie sie es am Böööörgerdienstag getan hat.

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Na, dann wollen wir mal: Weiterlesen